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Beratungsquickie
Bei Migräne lieber Naratriptan oder Almotriptan?
Zwei Triptane dürfen Apotheker Migränepatienten in Deutschland in der Selbstmedikation mitgeben: Naratriptan und Almotriptan. Welches Triptan eignet sich für lange Migräne-Attacken besser und welches wirkt dafür rascher?
„Bei der Migräne kommt es zu Attacken heftiger, häufig einseitiger pulsierend-pochender Kopfschmerzen, die bei körperlicher Betätigung an Intensität zunehmen. Bei einem Drittel der Patienten bestehen holokranielle Kopfschmerzen“, definiert die Leitlinie „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne" die mit häufigste Kopfschmerzform. Migräne kann neben dem klassischen Kopfschmerz von weiteren Symptomen begleitet sein. An Übelkeit leiden 80 Prozent der Patienten. Erbrechen, Photophobie (Lichtscheu) und Phonophobie (Lärmempfindlichkeit) treten etwa bei der Hälfte auf. Weltweit trifft die Erkrankung etwa zehn Prozent der Bevölkerung, Frauen leiden dreimal häufiger an Migräne als Männer. Eine Attacke dauert zwischen vier und 72 Stunden.
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Naratriptan und Almotriptan rezeptfrei
Medikamentös lässt sich eine Migräne in der Regel gut behandeln, auch in der Selbstmedikation stehen Migränepatienten wirksame Arzneimittel zur Verfügung: Analgetika wie ASS, Ibuprofen, Paracetamol und Triptane (Naratriptan in Formigran® und Almotriptan in Dolotriptan®.
Der erste Therapieversuch bei Migräne zielt auf die Analgetika, bei leichten und mittelstarken Attacken können diese Wirkstoffe den Patienten bereits zur Genüge helfen. Triptane kommen bei mittelschwerer und schwerer Migräne zum Einsatz oder wenn NSAR nicht ausreichend wirken.
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