Neuer Bundesgesundheitsminister

Wofür steht Karl Lauterbach?

Berlin - 06.12.2021, 15:15 Uhr

Im Kabinett des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (links) wird Karl Lauterbach das Amt des Bundesgesundheitsministers bekleiden. Was bedeutet das für die Apotheken? (x / Foto: IMAGO / photothek)

Im Kabinett des designierten Bundeskanzlers Olaf Scholz (links) wird Karl Lauterbach das Amt des Bundesgesundheitsministers bekleiden. Was bedeutet das für die Apotheken? (x / Foto: IMAGO / photothek)


Zur Person

Professor Dr. med. Dr. sc. Karl Wilhelm Lauterbach wurde am 21. Februar 1963 im nordrhein-westfälischen Düren geboren. Von 1982 bis 1989 studierte er Medizin an der RTW Aachen, der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und der University of Texas in San Antonio (USA). Anschließend war er einige Jahre in der Forschung tätig und sammelte weitere Titel, etwa Master of Public Health, Master of Science in Health Policy and Management und Doctor of Science in Health Policy and Management (alle Harvard).Seit 1998 leitet er das Institut für Gesundheitsökonomie und klinische Epidemiologie (IGKE) der medizinischen Fakultät der Universität zu Köln. Von 1999 bis 2005 war er Mitglied im Sachverständigenrat zur Begutachtung der Entwicklung im Gesundheitswesen. Seine Forschungsschwerpunkte sind primäre und sekundäre Vorbeugung von chronischen Erkrankungen, insbesondere Disease Management von Diabetes mellitus, Hypertonie, COPD, und Hypercholesterinämie sowie Gesundheitsökonomie und Gesundheitspolitik.

Seit dem Jahr 2001 ist Lauterbach Mitglied der SPD, zuvor war er in der CDU aktiv gewesen. Im Deutschen Bundestag vertritt er die Sozialdemokraten seit 2005. Er wurde stets per Direktmandat in seinem Wahlkreis Leverkusen-Köln IV gewählt. Von 2009 bis 2013 war er gesundheitspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im Bundestag. Im Kompetenzteam des SPD-Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück verantwortete er die Bereiche Gesundheit und Pflege. Zudem übernahm er 2013 das Amt als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Dieses legte er 2019 nieder, als er sich gemeinsam mit Nina Scheer für den SPD-Parteivorsitz bewarb. Seine politischen Schwerpunkte sind Gesundheitspolitik, Finanzierung sozialer Sicherungssysteme (Bürgerversicherung), Makroökonomie, Pflegeversicherung und der Zusammenhang zwischen Gesundheit und Bildung.

Quelle: https://www.karllauterbach.de/karl-lauterbach



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


Kirsten Sucker-Sket (ks), Redakteurin Hauptstadtbüro
ksucker@daz.online


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1 Kommentar

Lauterbach

von Scarabäus am 07.12.2021 um 9:56 Uhr

"Bei dieser Nominierung spielt wohl Volkes Wille eine tragende Rolle..." Das soll doch wohl ein Witz sein? Ein in nicht nur seiner eigenen Partei umstrittener Politiker einer mit gerade Mal 26% gewählten Partei soll den Willen der Wählerschaft abbilden? Welch eine Umschreibung für den Worst Case!

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