Entscheidung gefallen

Lauterbach wird Bundesgesundheitsminister im Kabinett Scholz

Berlin - 06.12.2021, 10:20 Uhr

Der Epidemiologe Karl Lauterbach wird in den kommenden vier Jahren Bundesgesundheitsminister unter Kanzler Scholz sein. (Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich)

Der Epidemiologe Karl Lauterbach wird in den kommenden vier Jahren Bundesgesundheitsminister unter Kanzler Scholz sein. (Foto: IMAGO / Jürgen Heinrich)


SPD und FDP segnen Koalitionsvertrag ab

Die mehrheitlich vom BMG kontrollierte Gematik wiederum schiebt den schwarzen Peter den Software-Anbietern und Krankenkassen in die Schuhe, denen sie mangelndes Engagement in der Fokusregion Berlin-Brandenburg vorwirft. Auch sie räumt Probleme ein und fordert die Beteiligten auf, die verbleibende Zeit intensiv zu nutzen, um „den flächendecken Start des E-Rezepts optimal vorzubereiten“. Es wird spannend, wie Lauterbach beziehungsweise die Ampel-Fraktionen damit umgehen werden – denn im Koalitionsvertrag haben sie sich eigentlich darauf geeinigt, die Einführung des E-Rezepts sogar noch zu beschleunigen.

Zudem gaben die Delegierten der Sozialdemokraten bereits am vergangenen Samstag beim außerordentlichen Bundesparteitag grünes Licht für den Koalitionsvertrag, den SPD, Grüne und FDP miteinander ausgehandelt hatten (98,8 Prozent Ja-Stimmen). Auch die FDP-Delegierten votierten am Sonntag mehrheitlich dafür (92 Prozent der Stimmen). Heute müssen sich noch die Grünen entscheiden, ob sie den Koalitionsvertrag annehmen wollen. Das gilt als sehr wahrscheinlich. Läuft alles nach Plan, könnte Scholz bereits am kommenden Mittwoch als Bundeskanzler vereidigt werden.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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3 Kommentare

Gute Nacht!

von Nachdenker am 06.12.2021 um 22:36 Uhr

Es war zu erwarten, dass die "Heulboje" Lauterbach Gesundheitsminister wird. Er wird sein Unheil weiter anrichten - von Lipobay und Reductil über das Kaputtsparen der Krankenhäuser, als Aufsichtsrat der Rhönkliniken bis 2013 und das Schließen kleinerer Krankenhäuser zugunsten großer Krankenhauskonzerne und die Ausbeutung des Pflegepersonals. Mit "Karlchen" wird die Pandemie niemals enden, denn die Millionen Toten, die er uns "versprach" , gab es weder 2009 noch 2020/2021 (Gott sie Dank!!!)

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Chance für jeden

von Düsseldorf am 06.12.2021 um 10:35 Uhr

Es wird Zeit, dass sich unsere Standesorganisation weiter entwickelt und die Chancen sieht und nutzt.
Wir können nicht länger auf Kosten der jungen Generation Innovationen und pharmazeutische Dienstleistungen und andere Möglichkeiten ignorieren.
Auf dem Land muss die Apotheke Anlaufstelle für alle gesundheitlichen Fragen werden und in der Stadt müssen kreative Ideen her und digitale Lösungen.
Beratung und Dienstleistungen müssen bezahlt werden und wir müssen aufhören zu jammern und die Grabenkämpfen einstellen.
Ansonsten gehen alle jungen Apotheker in die Industrie und unser Berufsstand geht ein.

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Lauterbach

von Sabine Schneider am 06.12.2021 um 10:27 Uhr

Da kann das zarte Pflänzchen Versandhandel ja weiter gut gedeihen.

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