Gründung im November

Digitalgesellschaft GEDISA startet ohne Westfalen-Lippe

Berlin - 28.10.2021, 12:15 Uhr

AVWL-Chef Thomas Rochell kündigt gegenüber der DAZ an, dass sich sein Verband im November nicht an der Gründung der GEDISA beteiligen wird. Möglicherweise werde man zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen, sofern die Mitglieder diesem Schritt zustimmen. (Foto: AVWL)

AVWL-Chef Thomas Rochell kündigt gegenüber der DAZ an, dass sich sein Verband im November nicht an der Gründung der GEDISA beteiligen wird. Möglicherweise werde man zu einem späteren Zeitpunkt einsteigen, sofern die Mitglieder diesem Schritt zustimmen. (Foto: AVWL)


Arnold: „Werden den Kollegen nicht die Tür vor der Nase zuschlagen“

Diese Entscheidung kommt nicht völlig unerwartet: Bereits am 9. Oktober hatte der ABDA-Vizepräsident und Vorsitzende des Landesapothekerverbands Sachsen-Anhalt, Mathias Arnold, bei der Mitgliederversammlung des LAV SA in Dessau angekündigt, man werde sich sehr genau überlegen müssen, ob man bezüglich der GEDISA-Gründung noch auf den AVWL warten wolle. „Wir werden den Kollegen nicht die Tür vor der Nase zuschlagen“, hatte er betont. „Aber unsere Mitbewerber schlafen nicht.“ Nun sind sich die 16 anderen Verbände also offensichtlich einig geworden, zunächst ohne den AVWL aktiv zu werden.

Wie viel die einzelnen Verbände für die GEDISA locker machen müssen, richte sich nach ihrer jeweiligen finanziellen Kraft, wie Arnold in Dessau erläuterte. Vorgesehen ist seinen Angaben zufolge, dass in den ersten drei Jahren pro Apotheke jeden Monat etwa 50 Euro fällig werden, sprich 600 Euro je Betriebsstätte im Jahr. Die meisten Verbände werden die Beträge als Sonderumlage einziehen, so Arnold. Denn diese seien zweckgebunden, das Geld kann demnach nicht anderweitig eingesetzt werden.



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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