Keine Zulassung von CVnCoV

Curevac forscht nun auch an modifizierter mRNA

Stuttgart - 13.10.2021, 09:15 Uhr

Curevac will seinen COVID-19-Impfstoff CVnCoV nun doch nicht zulassen und sich stattdessen auf CV2CoV konzentrieren. Erstmals teilt Curevac nun auch mit, an modifizierter mRNA zu forschen, wie sie bereits bei Pfizer/Biontech und Moderna eingesetzt wird. (Foto: IMAGO / Sven Simon)

Curevac will seinen COVID-19-Impfstoff CVnCoV nun doch nicht zulassen und sich stattdessen auf CV2CoV konzentrieren. Erstmals teilt Curevac nun auch mit, an modifizierter mRNA zu forschen, wie sie bereits bei Pfizer/Biontech und Moderna eingesetzt wird. (Foto: IMAGO / Sven Simon)


Nicht-chemisch modifiziert doch nicht so effektiv?

Wie gut sich CV2CoV in klinischen Studien schlägt, muss sich zeigen. Ob Curevac der nicht-chemisch modifizierten mRNA-Technologie bei COVID-19-Impfstoffen noch vollumfänglich traut, ist ungewiss. Neu ist jetzt auf jeden Fall, dass Curevac nun doch auch modifizierte mRNA-Impfstoffe entwickeln und testen will – Pfizer/Biontech und Moderna nutzen beide modifizierte mRNA in ihren sehr wirkungsvollen Corona-Impfstoffen. Curevac erklärt: „Parallel zu der gemeinsamen Forschung an der mRNA-Technologie der zweiten Generation werden GSK und Curevac die Entwicklung von modifizierten mRNA-Impfstoff-Konstrukten beschleunigen“.

Curevac will auch Boosterimpfungen prüfen

In einer am Dienstag stattgefundenen Pressekonferenz machte Curevac-CEO Franz-Werner Haas deutlich, dass Curevac seinen potenziellen COVID-19-Impfstoff nicht mehr für die Akutphase der Pandemie einplant, sondern, wenn SARS-CoV-2 endemisch geworden ist – weswegen in Studien nun nicht allein die Wirksamkeit des mRNA-Impfstoffs bei Ungeimpften untersucht werden soll, sondern auch die Wirksamkeit als Booster. Erst jüngst hatte die STIKO ihre ersten Empfehlungen zu Auffrischimpfungen mit mRNA-Impfstoffen veröffentlicht – unter anderem für Immundefiziente, ab 70-Jährige, Pflegeheimbewohner und das dortige Personal sowie Bewohner/Personal in ambulanten, teil- oder vollstätionären Einrichtungen. Zudem sollen schwer Immunsupprimierte eine dritte Impfung im Rahmen der Grundimmunisierung erhalten, ebenso rät sie zu einer Zweitimpfung mit einem mRNA-Impstoff beim COVID-19-Impfstoff Janssen. Ein Markt für einen neuen mRNA-Impfstoff? Allerdings rät die STIKO auch bei mit mRNA-Impfstoffen Geimpften, den bei den Erstimpfungen verwendeten Impfstoff zu verabreichen. Die Curevac-Studie könnte aber zeigen, dass auch andere mRNA-Impfstoffe bei Mix-Match-Impfungen sicher und wirksam sind.



Celine Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online (cel)
redaktion@daz.online


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