Wirtschaft

DocMorris bei den Top Ten

EHI-Studie beleuchtet Onlinehandel in Deutschland

ts | Die 1000 umsatzstärksten Onlineshops, die sich an Endkunden richten, haben 2021 gegenüber dem Vorjahr erneut kräftig zugelegt. Das zeigt eine Untersuchung des Kölner Handelsforschungsinstituts EHI. Unter den Top Ten der umsatzstärksten Onlinehändler findet sich auch DocMorris.

Nach der Studie „E-Commerce-Markt Deutschland 2022“ von EHI und der Spezialdatenbank eCommerceDB stieg der Netto-E-Commerce-Umsatz im Geschäftsjahr 2021 auf fast 80 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 16,1 Prozent gegenüber 2020 entspricht. Den Großteil davon generierten die Top-100 Onlineshops. „Innerhalb der Top-1000 gehen über 7 von 10 Euro des Netto-Umsatzes auf das Konto der ersten 100 zurück“, sagte Lars Hofacker, Leiter Forschungsbereich E-Commerce beim EHI.

Shop Apotheke auf Platz 20

Das Ranking der umsatzstärksten Onlineshops führt erneut Amazon.de mit einem Umsatz von 15,68 Mrd. Euro an, was knapp einem Fünftel des Umsatzes der Top-1000 entspricht. Rang zwei belegt der Versandhändler Otto.de mit 5,12 Mrd. Euro, gefolgt von Mediamarkt.de mit 2,54 Mrd. Euro.

Das stärkste Wachstum unter den Top Ten verzeichnete das Möbelhaus Ikea.com, das seinen E-Commerce-Umsatz in Deutschland gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelte. Ein beachtliches Wachstum zeigte mit 60,5 Prozent auch Docmorris.de. Der auf dem zehnten Platz liegende Arzneimittel­versender ist der einzige Vertreter seiner Branche in dieser Spitzengruppe. Der Wettbewerber Shop-Apotheke.com belegte mit einem Umsatz von 518 Mio. Euro – ein Plus von 0,5 Prozent gegenüber 2020 – Rang 20 unter den umsatzstärksten Onlineshops in Deutschland. Auf hinteren Rängen folgen Medikamente-per-Klick.de mit einem Zuwachs von 5,9 Prozent auf 180 Mio. Euro und Apodiscounter.de mit einem Plus von 19,7 Prozent auf 132,2 Mio. Euro. Die Parfümeriekette Douglas.de legte um 15,1 Prozent auf 488,6 Mio. Euro zu. Insgesamt stand das Produktsegment Drogerie und Gesundheit nach der Analyse für 8 Prozent der Umsätze von Onlineshops, die sich an Endkunden richten.

Die Studie weist darauf hin, dass unter dem Strich die Top Ten Onlineshops 41,1 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachten. Mit 49,3 Prozent entfiel fast die Hälfte auf die führenden 20 Onlinehändler, zu denen erstmalig auch der Modehändler Breuninger.de zählt. Amazon.de führt das Ranking zwar immer noch an, das Wachstum des eigenen Onlineshops lag nach Angaben des EHI mit 13,8 Prozent 2021 aber unter dem durchschnittlichen Wachstum der Top-1000 von 16,1 Prozent. Absolut wies Amazon.de mit 1,9 Mrd. Euro aber weiter das mit Abstand größte Wachstum auf.

Zudem wirft die Studie einen Blick auf die Marktplätze. Wie schon im Jahr zuvor sind auch 2021 die Top Drei Amazon.de (46,2 Mrd. Euro), Ebay.de (10,5 Mrd. Euro) und Otto.de (7,0 Mrd.Euro).

Die Angaben der Studie beruhen auf einer Händlerbefragung und Hochrechnungen sowie Unternehmensangaben aus Geschäftsberichten, Pressemitteilungen sowie Unternehmenswebsites, ergänzt um Sekundärdaten. |

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