Aus der Hochschule

Festliche Zeugnisübergabe in Münster

Absolventen des Pharmaziestudiums der Westfälischen Wilhelms-Universität verabschiedet

Am 28. Oktober 2021 fand die seit vielen Jahren in Münster zur guten Tradition gewordene Verabschiedung der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten nach bestandener 2. Pharmazeutischer Prüfung an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) in festlichem Rahmen und erstmals seit der Pandemie wieder in Präsenz statt.

Im Vorfeld der akademischen Feier traf man sich zum obligaten Gruppenfoto vor dem PharmaCampus. Interessant hierbei auch noch, dass nur wenige Tage vorher, am gleichen Ort eine fest installierte große Skulptur des international stark beachteten Künstlers Matt Mullican installiert und eingeweiht wurde – ein absolut passender Rahmen für das Gruppenfoto, und auch ein schönes Zeichen, dass die Universitätsverwaltung der WWU Münster die Pharmazeutischen Institute nicht nur infrastrukturmäßig gut ausstattet, sondern auch die Kultur rund um die Wissenschafts­gebäude nicht zu kurz kommen lässt. Der große Hörsaal erwies sich als weitgehend gefüllt, was die seit Jahren anhaltende Tendenz bestätigt, dass dieser Tag in Münster ein ganz spezieller Anlass der Pharmazeutinnen und Pharmazeuten ist, der in großem Stil zusammen mit Familie und Freunden gefeiert wird. Und das erstmals seit fast zwei Jahren in Präsenz. Prof. Dr. Andreas Hensel, Vorsitzender der Prüfungskommis­sion, begrüßte alle Absolventen und Gäste im Namen der WWU und wies auf die gute Abschlussbilanz der Münsteraner Pharmazie hin. Auch die schwierige Situation während der Pandemie hatte diesem Trend keinen Abbruch getan, da sowohl die Dozentenschaft als auch die Studierenden sehr konstruktiv und pragmatisch zusammen arbeiteten. Aber nichtsdestotrotz: Alle freuen sich auf wei­teres gemeinsames Studieren in Präsenz im Labor und im Hörsaal.

Foto: WWU Münster

Viele Absolventinnen und Absolventen fanden sich zur in Präsenz stattgefundenen Abschlussfeier mit Zeugnisübergabe im PharmaCampus an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ein.

Das Grußwort des Studiendekans des Fachbereiches Chemie und Pharmazie, Prof. Dr. Gustavo Huertas, bestätigte die seit vielen Jahren beobachtete Effizienz, Dynamik und Qualität in der Münsteranischen pharmazeutischen Ausbildung. Der Studiendekan betonte deutlich die naturwissenschaftliche Ausrichtung des Studienganges Pharmazie und legte den Absolventinnen und Absolventen ans Herz, stets im späteren Berufsumfeld immer naturwissenschaftlich zu denken und zu handeln und durchaus (neu-)gierig auf neues Wissen zu sein.

Im Rahmen des Festvortrages „mRNA – vom exotischen Forschungsgegenstand zum Vakzin“ zeigte Prof. Dr. Andrea Rentmeister (Institut für Biochemie) wie sich aus jahrzehntelanger Grundlagenforschung innerhalb kürzester Zeit ein potenter Arzneistoff entwickelt hatte. Da Professorin Rentmeister im Rahmen ihrer eigenen Forschungstätigkeit selbst international ausgewiesene Expertin für modi­fizierte RNA-Konstrukte ist, konnte sie gleichzeitig auch die Brücke vom Impfstoff zu den vielen Problemen und Fallstricken ziehen, die mit diesen komplizierten Polymeren auftreten.

Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe Sandra Potthast überbrachte anschließend die Grüße der Kammer, gratulierte allen Absolventinnen und Absolventen und zeigte auf, welche Möglichkeiten die Kammer – „ab jetzt Ihre Kammer“ – den angehenden Apothekerinnen und Apothekern bieten wird.

Vorläufiger Höhepunkt dann auch die Überreichung von gleich fünf (!) Stu­dienpreisen der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe, die für herausragende Leistungen im zweiten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung (1,0) erbracht wurden (siehe Kasten).

Fünf mal Traumnote 1,0 in allen Disziplinen

Unter den 86 Pharmazieabsolventen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in diesem Jahr haben sich fünf zukünftige Apothekerinnen und Apotheker besonders hervorgetan: Ein hochkomplexes Pharmaziestudium zu absolvieren ist schon eine Leistung für sich. Dazu noch alle fünf Fachprüfungen im zweiten Staatsexamen mit der Spitzennote „Sehr gut“ abzuschließen – das ist eine besondere Leistung, welche die Apothekerstiftung Westfalen-Lippe in diesem Jahr mit ihrem Stiftungspreis gleich fünf Mal auszeichnet: Henriette Dähnhardt, Lina Katharina Messerich, Joana Massa, Malin Stüwe und Christoph Bernd Langen bekamen für ihre Leistungen in allen fünf Prüfungsfächern die Note „Sehr gut“.

Neben der Urkunde überreichten Gabriele Regina Overwiening (Präsidentin der Apothekerkammer und Vorstandsvorsitzende der Apothekerstiftung Westfalen-Lippe) und Sandra Potthast (Vorstandsmitglied der Apothekerkammer Westfalen-Lippe) den ausgezeichneten Jungpharmazeuten auch einen Gutschein für die Teilnahme an einer großen internationalen Pharmacon-Fortbildungsveranstaltung in Schladming oder Meran mit Übernachtung. Overwiening und Potthast lobten die herausragenden Leistungen der Jungpharmazeuten und richteten ihr Grußwort an alle diesjährigen Pharmazie-Absolventen: „Wir sind unglaublich stolz darauf, dass Sie Ihr zweites Staatsexamen so souverän bestanden haben – und das unter den Bedingungen der Corona-Pandemie.“

Christoph Bernd Langen, Lina Katharina Messerich, Henriette Dähnhardt, Sandra Potthast (von links)

Fotos: Sebastian Sokolowski/Gerburg Mielsch/Apothekerstiftung Westfalen-Lippe

Malin Stüwe, Gabriele Regina Overwiening, Joana Massa (von links)

In einer launigen Abschlussrede ließen die Studierenden, vertreten durch Alexa Brouns, das absolvierte Studium Revue passieren, wobei neben den anstrengenden Seiten der gemeinsamen Hochschulzeit auch die schönen Aspekte zur Geltung kamen. In Erinnerung an die vergangenen Corona-Semester spendeten die Studierenden und die Fachschaft Pharmazie noch einen Ginkgo-Baum für den Innenhof des PharmaCampus (Kunst und Botanik geben sich nun dort die Hand).

Höhepunkt der Feier war die Über­gabe der Zeugnisse durch Professor Hensel, der 52 Urkunden an die Absolventinnen und Absolventen übergab.

Der festliche akademische Akt klang aus bei einem Stehempfang, um dann in einer festlichen und langen Nacht beim Galadinner in entsprechender Atmosphäre zu enden.

Herzlichen Glückwunsch an alle erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen! |

Prof. Dr. A. Hensel, Universität Münster

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