Phytotherapie

Der Olivenbaum: mehr als ein Öllieferant

Welche Inhaltsstoffe die Gesundheit positiv beeinflussen können

Olea europaea L., der Echte Olivenbaum, ist nicht nur eine der ältesten Kulturpflanzen mit wirtschaftlicher Bedeutung als Frucht- und Öllieferant, er besitzt auch eine lange Tradition als Arzneipflanze. Neben dem Olivenöl wurden Früchte und Blätter in früheren Zeiten thera­peutisch genutzt. Auch heute sind Öl und Blätter offizinell, dazu gibt es eine große Zahl von weiteren Oliven-Produkten, die als Nahrungsergänzungsmittel, funktionelle Nahrungsmittel (Functional Food/Nutraceutical) oder Kosmetika intensiv beworben werden.
Foto: jm – stock.adobe.com

Olea europaeaL.Der Ölbaum ist ein immergrüner, bis 20 m hoch werdender Baum, der zur Erleichterung der Erntearbeiten durch Schnitt auf 5 bis 8 m Höhe gehalten wird. Der Anbau erfolgt vor allem in den Mittelmeerländern und vielen Gebieten ähnlicher Klimate.

An der gesundheitsfördernden Wirksamkeit von regelmäßigem Olivenöl-Konsum als Bestandteil der sogenannten Mittelmeer-Diät gibt es heute keinen Zweifel mehr. Das betrifft sowohl die Senkung von Morbidität als auch die Verlangsamung der Progression von kardiovaskulären, neurodegene­rativen oder auch von bestimmten Tumorerkrankungen. Daher wird vor allem kaltgepresstes natives Olivenöl mit seiner komplexen Zusammensetzung als Functional Food betrachtet.

Zu den natürlichen Sekundärstoffen zählen vor allem Phenole, Lignane, Secoiridoide und Flavonoide, wobei allen phenolischen Pflanzenstoffen besondere Bedeutung zugemessen wird. Daher hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) schon 2011 für solches Olivenöl eine offizielle Verzehrs-Empfehlung (Health Claim) bezüglich der vorbeugenden Wirksamkeit zur Verhinderung der oxidativen Schädigung durch Blutlipide, also vor allem durch zu hohe Cholesterol-Werte, ausgesprochen [1] (s. Kasten „Health Claims“) . Diese wissenschaftlich begründete Empfehlung ist allerdings an die täg­liche Aufnahme von mindestens 5 mg Hydroxy­tyrosol und seinen Derivaten gebunden. Das ist damit der Maßstab, an dem man alle Olivenprodukte messen muss, die auf dem Markt sind und eine gesundheitsfördernde Wirkung versprechen [2].

Health Claims

In Bezug auf Olivenöl darf nur mit folgender gesundheitsbezogener Aussage geworben werden: „Olivenöl-Polyphenole tragen dazu bei, die Blutfette vor oxidativem Stress zu schützen.“

Es wird in der Übersicht der Health-Claims-Verordnung explizit darauf hingewiesen, dass die Angabe nur für Olivenöl verwendet werden darf, das mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und dessen Derivate (z. B. Oleuropein-Komplex und Tyrosol) je 20 g Olivenöl enthält. Damit die Angabe zulässig ist, sind die Verbraucher darüber zu unterrichten, dass sich die positive Wirkung bei einer täglichen Aufnahme von 20 g Olivenöl einstellt [25].

Eine 2019 publizierte Metaanalyse von 27 randomisierten kontrollierten Studien (RCT) zum Einfluss von Olivenöl auf die Blutlipide im Vergleich zu anderen pflanzlichen Ölen zeigte, dass Olivenöl zwar signifikant den HDL-Spiegel erhöhte, aber das Gesamtcholesterol, den LDL-Cholesterol- und den Triglycerid-Spiegel nur in geringerem Ausmaß reduzierte als andere Pflanzenöle mit ungesättigten Fettsäuren. Auf Apolipoprotein A1 und B hatte Olivenöl keinen Einfluss. Auf den Zusammenhang zwischen dem Gehalt an phenolischen Sekundärstoffen und deren Wirksamkeit geht die Studie nicht ein [3]. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) stuft die Nutzung von Olivenöl als Bestandteil der Mittelmeer-Diät für Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 auf der Grundlage von Studienergebnissen als empfehlenswert ein [4]. Das beruht unter anderem auf einer Verbesserung der postprandialen Lipidämie und der damit verbundenen Verringerung des kardiovaskulären Risikos [5].

Der Herstellungsprozess von Olivenöl aus den Oliven-Früchten ist mit einer Veränderung des Inhaltsstoffmusters verbunden (s. Kasten „Gewinnung von Olivenöl“). So werden vor allem die in den Früchten enthaltenen Secoiridoid-Glykoside Oleuropein und Ligstrosid durch die beim Herstellungsprozess freiwerdenden Glykosidasen hydrolytisch gespalten und im Öl liegen somit nur Aglyka vor. Diese und auch weitere phenolische Verbindungen sind bioverfügbar und können daher systemische Effekte auslösen [6]. Dazu gehören insbesondere Hydroxytyrosol und Derivate, wie Oleocanthal oder Oleacein, die für die entzündungshem­mende Wirkungen der Olivenprodukte von besonderer Bedeutung sind [7]. Erstaunlicherweise scheint der menschliche Organismus Hydroxy­tyrosol und Tyrosol in geringen Mengen auch selbst zu produzieren, sogar verstärkt nach Alkoholkonsum [8]. Eine aktuelle Übersichtsarbeit zu beiden Verbindungen leitet aus den Ergebnissen von experimentellen und klinischen Studien ab, dass Hydroxytyrosol und Tyrosol in der Lage sind, endotheliale Dysfunktionen, LDL-Cholesterol-Oxidation und Plättchenaggregation zu hemmen [9] sowie Plasma-HDL-Cholesterol und Antithrombin III zu erhöhen [10]. Sie tragen damit zur Reduzierung des kardiovaskulären Risikos bei.

Gewinnung von Olivenöl

Natives Olivenöl (Olivae oleum virginale Ph. Eur.) wird aus den reifen Steinfrüchten des Ölbaums Olea europaea L. (Oleaceae) durch Kaltpressung gewonnen. Bei der Verarbeitung von Oliven sollte eine Temperatur von 27 °C nicht überschritten werden, da sonst chemische Prozesse einsetzen können, die die Qualität und den Geschmack des Olivenöls verändern können. Verwendet werden hierfür die Begriffe Kaltpressung oder Kaltextraktion. Bei beiden Herstellungsprozessen werden die ganzen Oliven (Fruchtfleisch und Kern) zuerst gewaschen und zu einer Olivenpaste zermahlen. Bei der Kaltpressung wird das Olivenöl dann mit einer hydrau­lischen Presse aus der Olivenpaste durch hohen Druck herausgepresst. Bei der Kaltextraktion wird das Öl nicht durch Druck sondern in einer Zentrifuge aus der Olivenpaste gewonnen.

Raffinierte Öle werden dagegen durch den Einsatz von Hitze und Chemikalien gewonnen. Hier wird das Öl bei Temperaturen über 50 °C gepresst oder in einem Extraktionsverfahren durch den Einsatz von chemischen Lösungsmitteln gewonnen.

Weiterhin werden Olivenfrucht-Extrakte als Nahrungsergänzungs­mittel mit Anti-Aging-Effekten beworben. Auch hier bezieht man sich auf die gesunde Mittelmeer-Diät und die in den Früchten enthaltenen sekun­dären Pflanzenstoffe. Erhältlich sind Nahrungsergänzungsmittel, die auf einen Hydroxytyrosol-Gehalt von ca. 5 mg pro Tagesverzehrmenge eingestellt sind und sich damit an der EFSA-Vorgabe orientieren [1]. Bisher sind dazu allerdings keine produktspezifischen klinischen Studien publiziert worden, lediglich Analogieschlüsse aus In-­vitro-Untersuchungen werden zur Begründung der Anwendungsempfehlung herangezogen.

Was steckt in Olivenwasser?

Bei der Herstellung von Olivenöl fallen eine Reihe von Produkten an, die in der Vergangenheit größtenteils entsorgt, technisch oder landwirtschaftlich weiterverwendet wurden, für die man heute auch eine Verwendung als traditionelles Nahrungsergänzungsmittel (NEM) bzw. Kosmetika gefunden hat [11]. Dazu zählt das Olivenwasser (Oliphenolia, Oliven-Vegeta­tionswasser), das als Abfallprodukt bei der Ölgewinnung eine Quelle von phenolischen Inhaltsstoffen mit einem Anteil von 0,6 bis 5,5% darstellt. Darin sind neben geringen Mengen an Flavonoiden und Secoiridoiden auch Tyrosol (0,0145 bis 0,02%) und Hydroxytyrosol (0,002 bis 0,12%) enthalten [12]. Geht man von der EFSA-Empfehlung zur täglichen Aufnahme von mindestens 5 mg Hydroxytyrosol und seinen Derivaten aus [1], dann könnten ca. 10 ml Olivenwasser ausreichen, um diese Menge zu erreichen.

Es sind zahlreiche Produkte auf dem Markt erhältlich, die durch geschickte Werbung aus dem Abfallprodukt eine italienische Oliven-Spezialität zur ­Gesunderhaltung kreiert haben. Mit Verweis auf zahlreiche In-vitro-Untersuchungen werden diese Produkte zur Prophylaxe gegen Erkrankungen beworben, die mit oxidativem Stress verbunden sind, also Tumore, Entzündungen, neurodegenerative Schäden oder der Hautalterung [2, 13, 14]. Relevante klinische Studien zum Olivenwasser liegen auch hierzu bisher nicht vor.

Literaturtipp

Die Mistel in der Onkologie

Seit 1995 werden Mistelsymposien ­veranstaltet, auf denen die Rolle der Misteltherapie in der Onkologie wissenschaftlich beleuchtet werden (www.mistelsymposium.de). Die aktuellen Erkenntnisse und wissenschaftlichen Beiträge des 7. Mistelsymposiums, das im November 2019 stattfand, wurden nun in einem Buch präsentiert. Enthalten sind 49 Beiträge aus Biologie, Pharmazie und Pharmakologie, Präklinik und Klinik mit Erkenntnissen aus therapeutischer Erfahrung und klinischen Studien, sowie Übersichtsarbeiten. Im Mittelpunkt des klinischen Teils stehen das Bronchial- und das Mammakarzinom: Was vermag die konventionelle Tumortherapie, welchen Beitrag leistet die Mistel und wie hilft die Misteltherapie den Patienten auch in der seelischen Dimen­sion? Ein weiterer Schwerpunkt sind Checkpoint-Inhibitoren bzw. moderne immunologische Therapien, mit denen zusammen die Mistel angewendet wird. Die jedem Beitrag vorangestellten Zusammenfassungen in deutscher und in englischer Sprache geben einen guten Überblick zum jeweiligen Thema. Alle Beiträge werden mit Grafiken, Schaubildern und Fotos anschaulich ergänzt. Ausführliche Literaturverzeichnisse und Korrespondenzadressen erleichtern bei Interesse das weiterführende, vertiefende Arbeiten.

Das Buch ist ein Beitrag zu einer integrativen Onkologie, einer Medizin der Zukunft. Es ist, ebenso wie seine sechs Vorgängerbände, ein wichtiges Nachschlage- und Referenzwerk für alle, die sich über den Stand des theoretischen und praktischen Wissens sowie der klinischen Evidenz der Misteltherapie informieren wollen.
 

Rainer Scheer, Susanne Alban, Hans Becker, André Michael Beer, Wolfgang Blaschek u. a.

Die Mistel in der Tumortherapie 5

Aktueller Stand der Forschung und klinische Anwendung

607 Seiten, 29,90 Euro, ISBN 978-3-96562-030-8

KVC Verlag – Natur und Medizin e. V.


 

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Olivenblätter und ihre Extrakte

Etwas anders muss man Olivenblätter und Extrakte daraus betrachten, die als traditionelle Droge seit Jahrhunderten zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen genutzt werden. Gegenwärtig ist in Deutschland kein Phytotherapeutikum mit Olivenblättern zugelassen, lediglich Nahrungsergänzungsmittel mit Drogen­extrakten bzw. die Teedroge sind verfügbar. Ein Grund dafür mag die 1991 von der Kommission E veröffentlichte Negativmonografie für Olivenblätter gewesen sein, da das damals vorliegende wissenschaftliche Erkenntnismaterial die Wirksamkeit der Droge nicht ausreichend nachweisen konnte. Diese Situation hat sich heute geändert, da die Olivenblätter sowohl im Europäischen Arzneibuch (Oleae folium, Ph. Eur.) als auch vom Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) 2017 als traditionelles Arzneimittel zur Förderung der renalen Wasserausscheidung (Diurese) monografiert sind [15, 16]. Damit wurde eine historische Droge in der Europäischen Phytotherapie wieder ins therapeutische Bewusstsein gehoben, die ein interessantes pharmakologisches Profil aufweist, das nach heutigem Wissen auch weit über die diuretische Wirkung hinausgeht. Grund dafür ist das Inhaltsstoffspektrum, das wie im Olivenöl neben Flavonoiden vor allem Secoiridoide, wie Oleuropein, Oleacein und die pharmakologisch aktiven Abbauprodukte Hydroxytyrosol und Tyrosol aufweist, allerdings in höherer Konzentration als im Öl [17]. Besonders der hohe Gehalt an Oleuropein in den Blättern (> 6% laut Ph. Eur.) bzw. im Olivenblätter-Trockenextrakt (> 16% laut Ph. Eur.) gibt Anlass, um auf Grundlage der gegenwärtigen wissenschaftlichen Studien eine phytotherapeutische Anwendung bei metabolischem Syndrom zu diskutieren. Entsprechende Olivenblätter-Produkte werden als Nahrungsergänzungs­mittel beworben, da es an großen klinischen Studien fehlt.

Neben der Vielzahl an experimentellen pharmakologischen Untersuchungen in vitro und am Tier gibt es einzelne klinische Belege für eine therapeutische Wirksamkeit. Dazu gehört unter anderem eine mit der Diuresestimulation einhergehende Blutdrucksenkung sowie ein verbessertes postprandiales Blutzuckerprofil [18]. In einer klinischen randomisiert-kontrollierten Studie konnte diesbezüglich gezeigt werden, dass die tägliche Einnahme eines Olivenblätter-Extraktes (standardisiert auf 51,1 mg Oleuropein und 9,7 mg Hydroxytyrosol) über zwölf Wochen zur einer 15%igen Verbesserung der Insulin-Empfindlichkeit und 28%igen Verbesserung der sekretorischen pankreatischen β-Zell-Aktivität gegenüber Placebo führten [19]. Eine weitere Studie an 79 Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2, die über 14 Wochen täglich 500 mg eines Olivenblätter-Extraktes aufnahmen, zeigte einen signifikant geringeren HbA1c-Wert sowie einen niedrigeren Nüchtern-Insulin-Spiegel als in der Placebo-Gruppe, Unterschiede im postprandialen Insulin-Spiegel wurden nicht festgestellt [20].

Eine Metaanalyse von 2017 kommt nach Auswertung von insgesamt sieben Human-Studien mit Olivenblätter-Extrakt zum Schluss, dass Oliven-Polyphenole „überzeugende Evidenz“ für die Reduzierung von Risikofaktoren für das Metabolische Syndrom liefern, insbesondere wird die Blutzucker- und Blutdruck-Kontrolle verbessert sowie die LDL-Cholesterol-Oxidation gehemmt [21]. Bezüglich der Blutdrucksenkung zeigte eine der zitierten randomisiert-kontrollierte Cross-over-Studie, dass durch die Einnahme einer Extraktzubereitung mit 136 mg Oleuropein und 6 mg Hydroxtyrosol über sechs Wochen bei 60 leicht hypertonen Probanden (systolischer Blutdruck 121 bis 140 mmHg; diastolischer Blutdruck 81 bis 90 mmHg; mittleres Alter 45 +/- 12,7 Jahre, BMI 26,7 +/- 3,2) leicht, aber signifikant der Blutdruck um ca. 3 mmHg gesenkt werden konnte, ebenso wurden das Gesamtcholesterol, die LDL-Cholesterol-Werte und die Triglycerid-Werte reduziert [22]. Ergebnisse zur Bioverfügbarkeit und Pharmakokinetik von Oleuropein und Hydroxytyrosol zeigten, dass glucuronidiertes Hydroxytyrosol der Hauptmetabolit ist, der im Urin nachgewiesen werden kann [23]. Gerade das mehrfach erwähnte Hydroxytyrosol spielt offensichtlich eine entscheidende Rolle für therapeutische und präventive Effekte im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Um Hinweise auf den molekularen Wirkungsmechanismus der Hauptinhaltsstoffe der Olivenblätter, also vor allem Oleuropein und Hydroxytyrosol zu erhalten, wurde das Expressionsmuster relevanter Gene in einer weiteren doppelblinden placebokontrollierten Interventionsstudie untersucht. 29 gesunde männliche Probanden nahmen dazu über acht Wochen täglich zweimal 10 ml eines Olivenblätter-Flüssigextraktes (Comvita®, New Zealand Limited, entsprechen 20 g Olivenblätter mit insgesamt 121,8 mg Oleuropein und 6,4 mg Hydroxytyrosol) ein. Die Ergebnisse zeigten, dass vor allem die Expression von Genen, die mit Entzündungen, Tumorentwicklung und dem Lipidmetabolismus verbunden sind, in der Olivenblätterextrakt-Gruppe signifikant gehemmt wurden. Die Autoren bestätigten damit klinische Befunde zum Einsatz des Olivenblätter-Extraktes zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und zur Behandlung von Diabetes mellitus Typ 2 [24]. Letztendlich fehlt aber noch eine große randomisierte kontrollierte Studie, die all diese Befunde so verifiziert, dass aus einer traditionellen Arzneidroge ein Phytotherapeutikum entsteht und dann nicht nur (oft) unzureichend standardisierte Nahrungsergänzungsmittel den Markt dominieren.

Für alle vorgestellten Produkte kann nur eine Empfehlung ausgesprochen werden, wenn die Qualität stimmt bzw. die Mengen der relevanten Inhaltsstoffe laut HMPC deklariert sind. Über entsprechendes Wissen verfügen eigentlich nur Apothekerinnen und Apotheker! |

 

Literatur

 [1] Scientific Opinion on the substantiation of health claims related to polyphenols in olive. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit - EFSA Journal 2011;9:2033

 [2] Rodríguez-López P et al. Structure-Biological Activity Relationships of Extra-Virgin Olive Oil Phenolic Compounds: Health Properties and Bioavailability. Antioxidants (Basel) 2020;9:685

 [3] Ghobagi S et al. Comparison of blood lipid-lowering effects of olive oil and other plant oils: A systematic review and meta-analysis of 27 randomized placebo-controlled clinical trials. Crit Rev Food Sci Nutr 2019;59:2110-2124

 [4] Backes G. Mittelmeer-Diät wirkt bei Diabetes mellitus Typ 2 besonders günstig. DGE Info 2018;4:53-55

 [5] Gomez-Marin B et al. Long-term consumption of a Mediterranean diet improves postprandial lipemia in patients with type 2 diabetes: the Cordioprev randomized trial. Am J Clin Nutr 2018;108:963-970

 [6] Serreli G, Deiana M. Biological relevance of extra virgin olive oil polyphenols metabolites. Antioxidants 2018;7:170

 [7] Nikou T et al. Comparison survey of EVOO polyphenols and exploration of healthy aging-promoting properties of oleocanthal and oleacein. Food Chem Toxicol 2019;125:403-412

 [8] Rodríguez-Morató J et al. Metabolic disposition and biological significance of simple phenols of dietary origin: Hydroxytyrosol and tyrosol. Drug Metab Rev 2016;48:218-236

 [9] Boronat A et al. Cardiovascular benefits of tyrosol and its endogenous conversion into hydroxytyrosol in humans. A randomized, controlled trial. Free Radic Biol Med 2019;143:471-481

[10] D‘Angelo C et al. Wide Biological Role of Hydroxytyrosol: Possible Therapeutic and Preventive Properties in Cardiovascular Diseases. Cells 2020;9:1932

[11] Dermeche S et al. Olive mill wastes: Biochemical characterizations and valorization strategies. Process Biochem 2013;48:1532-1552

[12] Aggoun M et al. Olive mill wastewater microconstituents composition according to olive variety and extraction process. Food Chem 2016;209:72-80

[13] Benincasa C et al. Hydroxytyrosyl Oleate: Improved Extraction Procedure from Olive Oil and By-Products, and In Vitro Antioxidant and Skin Regenerative Properties. Antioxidants (Basel) 2019;8:233

[14] Pantano D et al. Oleuropein aglycone and polyphenols from olive mill waste water ameliorate cognitive deficits and neuropathology. Br J Clin Pharmacol 2017;83:54-62

[15] EMA. Assessment report on Olea europaea L., folium. Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) 2012; Report No. EMA/HMPC/430506/2009

[16] EMA. European Union herbal monograph on Olea europaea L., folium. Committee on Herbal Medicinal Products (HMPC) 2017; Report No. EMA/HMPC/359238/2016

[17] Romani A et al. Health effects of phenolic compounds found in extra-virgine olive oil, by-products, and leaf of Olea europaea L. Nutrients 2019;11:1776

[18] Özcan MM, Matthäus B. A review: Benefit and bioactive properties of olive (Olea europaea L.) leaves. Eur Food Res Technol 2017;243:89-99

[19] De Bock M et al. Olive (Olea europaea L.) leaf polyphenols improve insulin sensitivity in middle-aged overweight men: A randomized, placebo-controlled, crossover trial. PLoS ONE 2013;8:e57622

[20] Wainstein J et al. Olive leaf extract as a hypoglycemic agent in both human diabetic subjects and in rats. J Med Food 2012;15:605-610

[21] Saibandith B et al. Olive polyphenols and the metabolic syndrome. Molecules 2017;22:1082

[22] Lockyer S et al. Impact of phenolic-rich olive leaf extract on blood pressure, plasma lipids and inflammatory markers: a randomised controlled trial. Eur J Nutr 2017;56:1421-1432

[23] de Bock M et al. Human absorption and metabolism of oleuropein and hydroxytyrosol ingested as olive (Olea europaea L.) leaf extract. Mol Nutr Food Res 2013;57:2079-2085

[24] Acar-Tek N, Ağagündüz D. Olive Leaf (Olea europaea L. folium): Potential Effects on Glycemia and Lipidemia. Ann Nutr Metab 2020;76:10-15

[25] Verordnung (EU) Nr. 432/2012 der Kommission vom 16. Mai 2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger anderer gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel als Angaben über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos sowie die Entwicklung und die Gesundheit von Kindern. Amtsblatt der Europäischen Union vom 25. Mai 2012, L 136/1, https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=CELEX:32012R0432&from=DE

Autor

Prof. Dr. Dr. h. c. Matthias F. Melzig, Professor für Pharmazeutische Biologie an der Humboldt-Universität zu Berlin von 1996 bis 2002, seitdem an der Freien Universität Berlin

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