BPI-Unternehmertag

BPI-Chef Feldmeier: Spargesetz „ist nicht der richtige Weg“

Berlin - 12.05.2022, 14:15 Uhr

BPI-Chef Hans-Georg Feldmeier hält nichts von den Sparplänen aus dem BMG. (b/Foto: BPI/Kruppa)

BPI-Chef Hans-Georg Feldmeier hält nichts von den Sparplänen aus dem BMG. (b/Foto: BPI/Kruppa)


Ballast: Spargesetz-Entwurf für nächste Woche erwartet

Wann mit dem Referentenentwurf zu rechnen ist, ließ der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Techniker Krankenkasse, Thomas Ballast, in der anschließenden Diskussionsrunde durchblicken: Ballast zufolge will Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) zunächst noch die am Sonntag anstehende Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen abwarten und dann in der kommenden Woche seinen Spargesetz-Entwurf veröffentlichen.

Aus Kassensicht sei dieses Gesetz dringend nötig, sagte Ballast. Ihnen fehlten jährlich etwa 17 bis 23 Milliarden Euro – Gesetze, die die Ausgaben beschränkten, gebe es kaum noch. Die Solidargemeinschaft habe viele Jahre der wirtschaftlichen Prosperität hinter sich, in denen die Beiträge reich geflossen seien. Dieses Geld habe man an die Leistungserbringer weitergegeben – nun sei jedoch ein Wendepunkt erreicht.

Sparpläne im Arzneimittelsektor abgemildert

Im Gesundheitswesen werde man um Debatten, wie sich die Kosten senken lassen, nicht herumkommen, meint der TK-Vize. „Wir werden alle zusammen Einsparopfer bringen müssen, nicht nur die Pharmaindustrie.“ Geplant sei, die Lasten auf mehr Schultern zu verteilen, als im ersten Aufschlag vorgesehen: Die Sparmaßnahmen im Arzneimittelbereich sollen laut Ballast im Referentenentwurf deutlich abgemildert sein, dafür würden andere Gruppen von Leistungserbringern stärker einbezogen.



Christina Müller
redaktion@daz.online


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Vfa und BPI zu Den Eckpunkten zur GKV-Finanzreform

Pharmaverbände warten auf Details zum „Solidarbeitrag“

Referentenentwurf aus dem Gesundheitsministerium alarmiert die Pharmabranche

Harsche Kritik an Sparplänen

Pharmakonzerne zum Apothekenhonorar

Ist das Honorarplus für Apotheker verfassungswidrig?

vfa kritisiert Querfinanzierung durch Sparmaßnahmen bei Herstellern

Herstellerverband gegen Honorar-Plus

1 Kommentar

.

von Anita Peter am 12.05.2022 um 17:39 Uhr

Überweisen wir nach Indien statt 10 nur 9,5 Milliarden. Dann wär auch für uns Apothekers eine Honorarerhöhung drin. Wie wärs?

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.