Koalitionsvertrag

Ampel will Bürokratie abbauen, Einzelhandel stärken und Fachkräftemangel abfedern

Berlin - 29.11.2021, 12:14 Uhr

Präsentierten am Mittwoch den Koalitionsvertrag (von links nach rechts): Christian Lindner (FDP), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne), Robert Habeck (Grüne), Norbert Walter-Borjans (SPD) und Saskia Esken (SPD). (s / Foto: IMAGO / Emmanuele Contini)

Präsentierten am Mittwoch den Koalitionsvertrag (von links nach rechts): Christian Lindner (FDP), Olaf Scholz (SPD), Annalena Baerbock (Grüne), Robert Habeck (Grüne), Norbert Walter-Borjans (SPD) und Saskia Esken (SPD). (s / Foto: IMAGO / Emmanuele Contini)


Digitale Transformation: Weiterbildungsangebote für Gesundheitsberufe

Fachkräfte: Den Mangel an qualifizierten Fachkräften sieht die Ampel als eines der größten Hindernisse für Wirtschaftswachstum, für die Sicherung von Wohlstand, eine hohe Qualität in Gesundheit, Pflege, Betreuung und Bildung sowie für das Gelingen der Transformation in Deutschland. Dieses Problem wollen SPD, Grüne und FDP in der kommenden Legislaturperiode anpacken: Unter anderen wollen sie die Hürden bei der Anerkennung von Bildungs- und Berufsabschlüssen aus dem Ausland absenken, Bürokratie abbauen und Verfahren beschleunigen. Zudem müssen dem Vertrag zufolge Arbeitsbedingungen in den Bereichen attraktiver werden, in denen bereits jetzt oder absehbar ein Mangel an Fachkräften herrscht.

Gesundheitswirtschaft: „Eine innovative Gesundheitswirtschaft ist Grundlage des weiteren medizinischen Fortschritts und birgt gleichzeitig viel Potenzial für Beschäftigung und Wohlstand“, schreiben die Partner. „Wir wollen weiter in Forschung investieren, um medizinische Spitzenleistungen (wie u. a. aktuell die Anwendung der mRNA-Impfstoffe) zu ermöglichen.“ Zugleich gelte es, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen, um „eine bessere Versorgungsqualität zu erreichen, aber auch Effizienzpotenziale zu heben“. Damit die Beschäftigten im Gesundheitswesen die digitale Transformation bewältigen können, seien frühzeitige Weiterbildungsangebote unerlässlich. „Zugleich werden wir durch unsere Maßnahmen zur Fachkräftesicherung dem Personalmangel im Gesundheitswesen entgegenwirken.“



Christina Müller, Apothekerin, Redakteurin DAZ.online
redaktion@daz.online


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3 Kommentare

Gut, dann RX-Versandverbot

von Beobachter am 29.11.2021 um 13:38 Uhr

Um speziell Apotheken zu stärken, würde ein RX-VV schon sehr viel helfen. Man muss es halt nur durchsetzen - es wird funktionieren. In anderen Ländern geht es ja auch. Bei Tierarznei geht es auch. OTC können die Leute ja weiterhin zu Schleuderpreisen ergattern. Das E-Rezept kommt und das wird dann auch funktionieren. Und wer Angst, hat, dass die flächendeckende Versorgung in Deutschland darunter leidet, der sollte sich mal eine Landkarte unserer Republik ansehen.
Also: Es hilft und stärkt den Einzelhandel (Apotheke), es sorgt für mehr Steuereinnahmen und sichert die Versorgung.

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AW: Gut, dann RX-Versandverbot

von ratatosk am 29.11.2021 um 18:52 Uhr

Sehr seltsamer Kommentar. Das E-rezept kommt und wird funktionieren ?! - hallo - den Schuß nicht gehört, die letzten 20 Jahre hat kein digitales Projekt des Bundes funktioniert wie es sollte. (Herkules, Maut, Securpharm !!, keinerlei Aufdeckungserfolge aber Milliarden verschwendet etc )
Welche Landkarte verwenden sie denn, wenn sie die Probleme auf dem Land nicht erkennen ? , den Stadtplan von Berlin oder Hamburg, dort kann man noch zustimmen.
"Also es hilft ... , " klingt wie ein Ampelverhandler, der sich selbst was vormachen will. Nicht Wunschdenken sondern die konkreten Absichten zählen. Wir sind nicht mehr im Wahlkampf, also kann man das Fabulieren einstellen.

AW: Gut, dann RX-Versandverbot

von Thomas Kerlag am 30.11.2021 um 13:49 Uhr

Seit wann geht es nicht um die Shareholder, hab ich was verpasst?

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