#Weilesnochniewichtigerwar

Neues Apotheken-Video mit dem Motto „Voll 80er“

Köln - 13.10.2021, 07:00 Uhr

Der Kölner Apotheker Erich Tenberken hat auf dem Youtube-Kanal seiner Birken-Apotheke erneut ein Video veröffentlicht. (x / Screenshot: Youtube / DAZ)

Der Kölner Apotheker Erich Tenberken hat auf dem Youtube-Kanal seiner Birken-Apotheke erneut ein Video veröffentlicht. (x / Screenshot: Youtube / DAZ)


Der Kölner Apotheker Erik Tenberken ist ein engagierter Kämpfer für die Vor-Ort-Apotheken. Nun hat er den dritten Videoclip unter dem Hashtag #Weilesnochniewichtigerwar auf dem Youtube-Kanal seiner Kölner Birken-Apotheke online gestellt. Diesmal steht der Film unter dem Motto „Voll 80er“ – als Reaktion auf die DocMorris-Werbung, in der das Papierrezept als „noch so 80er“ diffamiert wird.

Es ist bereits das dritte Video, das der Kölner Apotheker Erik Tenberken auf dem Youtube-Kanal seiner Birken-Apotheke veröffentlicht hat – alle unter dem Hashtag #Weilesnochniewichtigerwar. In seinen Filmen macht er auf emotionale Weise und sehr gekonnt auf die Bedeutung der öffentlichen Apotheken aufmerksam. Der erste Videoclip schaffte es sogar ins Fernsehen: Am 31. Dezember 2020 wurde er vom Wort & Bild Verlag zur besten Sendezeit über RTL ausgestrahlt und damit einem Millionenpublikum zugänglich gemacht.

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Am vergangenen Sonntag stellte Tenberken nun das dritte Video mit dem Titel „Weil es noch nie wichtiger war - damals wie heute“ online, diesmal unter dem Motto „Voll 80er“. Darin bekommt eine Frau mittleren Alters offensichtlich Kopfschmerzen und findet nur noch eine leere Medikamentenpackung. Beim Blick ins Smartphone ploppen Bewertungen von Arzneimittelversendern auf: „Unpersönlich, langsam und nicht aus Deutschland“, „Alle Medikamente im Internet bestellen und 1 bis 2 Werktage warten“ und: „Alles für den Profit. Auch die Umwelt und ihre Gesundheit“. Dann kommt noch eine andere Bewertung: „Apotheke vor Ort. Persönliche und kompetente Beratung direkt vor Ihrer Haustür.“ Beim Blick aus dem Fenster sieht die Dame eine Apotheke und verlässt prompt ihre Wohnung – wobei sie über Berge von DocMorris-Kartons stolpert.

Auf der Straße strahlt sie ein großes DocMorris-Plakat an: „Warum ist 2021, aber mein Rezept noch so 80er?“ lautet der Slogan. Doch die Protagonistin denkt im Hinblick auf die Bewertungen der Versender in ihrem Smartphone an Datenschutz, Lieferzeit, Umwelt und geht unbeirrt auf die Apotheke zu. Beim Betreten hört sie, wie eine Passantin sagt: „Oh mein Gott, die geht ja noch in die Apotheke – wie 80er.“ Da kommen bei der Dame Erinnerungen auf wie Rollschuhlaufen zu Discoklängen und sie lächelt dabei sehr zufrieden. Das Lächeln setzt sich auch in der Apotheke beim Kauf des Schmerzmittels fort. Die Bezahlung tätigt sie im Übrigen mit ihrer Smartwatch – was alles andere als „80er“ ist. Ein kleiner Scherz zum Schluss zaubert der Dame und dem Apotheker ein Lächeln auf das Gesicht. Am Ende des Films wird in Großbuchstaben eingeblendet: „VOLL 80ER. VOLL GEIL. AUCH DIGITAL. #WEILESNOCHNIEWICHTIGERWAR. Ihre Apotheke vor Ort.“ 

Nachdem Tenberken in seinem ersten Video die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken im Leben einer Frau vom jungen Mädchen bis zur älteren Dame dargestellt hatte und im zweiten Video die Ärzte mit ins Boot holte, geht er nun konkret auf die DocMorris-Werbung ein. Diese suggeriert, dass Papierrezepte und damit auch die Vor-Ort-Apotheken antiquiert und nur E-Rezepte und Bestellungen per Smartphone modern seien. Im Gegenzug weist er auf die Probleme hin, die mit dem Arzneimittelversand verbunden sind: Lieferzeit, Datenschutz und Umweltverschmutzung. Und zeigt mit der Bezahlung per Smartwatch, dass auch die Apotheke vor Ort durchaus modern ist. 

Die ABDA hat sich bislang nicht gemeldet

Schön wäre, wenn auch dieser Spot wieder möglichst viele Menschen erreichen würde. Im Gespräch mit der DAZ erklärt Tenberken, dass ein Ausstrahlen im Fernsehen natürlich finanziert werden müsse. Das gelte auch für die Produktion der Videos, deren Herstellungskosten er selbst trägt, wobei  ihn diesmal erfreulicherweise ein Kölner Kollege unterstützt habe.  

Sehr gerne stellt Tenberken den Film allen interessierten Kollegen zum Herunterladen zur Verfügung, damit sie ihn weiterverbreiten können. „Auch die ABDA könnte ihn gerne nutzen. Aber bei mit hat sich noch niemand gemeldet“, bedauert er. Und das, obwohl sie aus Verbandskreisen durchaus auf den Film aufmerksam gemacht wurde. 
 

Hier sehen Sie den Clip in voller Länge:

               


Dr. Christine Ahlheim (cha), Chefredakteurin AZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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1 Kommentar

Voll 8oer

von Marit Konnerth am 13.10.2021 um 9:06 Uhr

Alle Achtung ! Der Kollege hat die Zeichen der Zeit besser erkannt als die ABDA - eigentlich wäre es an deren Stelle gewesen, solche Videos zu verbreiten. Anscheinend hat die ABDA aber Ihre ganze Arbeitskraft auf den Prachtbau in Berlins bester Adresse gerichtet.

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