Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

23.06.2024, 07:30 Uhr

Mit der Apothekenreform schafft sich Lauterbach seine Apothekenwelt, wie er sie mag. (Foto: Alex Schelbert)

Mit der Apothekenreform schafft sich Lauterbach seine Apothekenwelt, wie er sie mag. (Foto: Alex Schelbert)


Eine Apothekenreform droht, eine Reform, die fast schon widerlich süß und fürsorglich daher kommt, aber im Kern ein anderes Apothekensystem installiert, ganz abgesehen von daraus entstehenden Folgeveränderungen – im Klartext: Nach dieser Reform wird der Apothekenmarkt ein anderer sein. Die von Lauterbach ermöglichten Apotheken ohne approbierte Kräfte sind keine Apotheken mehr. Die ABDA lehnt den Entwurf rundum ab. Sie ruft zu Gesprächen auf, eine Protestwelle sei kontraproduktiv. Ist das der richtige Weg? "Mein liebes Tagebuch" hat eine vertrauliche Tondatei aus dem BMG erhalten (siehe Tagebucheintrag vom 21. Juni) , ein Gespräch von Lauterbach mit zwei seiner Mitarbeitern. Überschrift: „Lauterbach: Meine Aporeform – und danach ist die Apothekenwelt, wie ich sie mag“. Prädikat: Mehr als erkenntnisreich. (Vorsicht Glosse!)

17. Juni 2024

Jetzt liegt es auf dem Tisch des Apothekerhauses, das Machwerk des K.L. und seines Bundesgesundheitsministeriums für eine Apothekenreform. Mein liebes Tagebuch, bei Lichte betrachtet ist das Werk mehr als eine Reform, es grenzt an eine disruptive Veränderung bewährter Apothekenstrukturen, eines funktionierenden Apothekenmarktes. Die ABDA hat noch weitere Vokabeln dafür parat. So spricht ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening von einer „Bedrohung der Arzneimittelversorgung der Menschen“, es sei „keine Weiterentwicklung der apothekerlichen Tätigkeit in den Apotheken vor Ort, sondern kommt einem Trojanischen Pferd gleich“, der Entwurf ist „die unbedingte Liberalisierung der Arzneimittelversorgung“, man könne von „Verschleierung, von einer Mogelpackung, ja sogar von einer gezielten Blendung“ sprechen, es ist ein „Tabubruch“, „die berufliche Zukunft von zehntausenden Kolleginnen und Kollegen wird aufs Spiel gesetzt“. Und ja, man lehne den Entwurf in der vorliegenden Form „kategorisch“ ab. Die Forderung: Alle Passagen, die zur Zerstörung der heilberuflich geführten Apotheke vor Ort führen, seien aus dem Entwurf zu streichen, „bevor wir in einen inhaltlichen Diskurs über die Zukunft der Apotheke einsteigen können“. Unterstützung dafür kommt laut Overwiening von Abgeordneten der FDP als auch der SPD, die signalisiert haben, dass sie Apotheken ohne Apothekerinnen oder Apotheker nicht zulassen wollen. Mein liebes Tagebuch, Lauterbach hat den Entwurf geschickt entworfen: In der Tat, Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker zulassen zu wollen, ist die Disruption, die Zerstörung der Arzneimittelsicherheit, der Umsturz unseres apothekerlichen Weltbildes. Also, Kräfte und Unterstützer bündeln, um diese Passagen aus dem Entwurf zu entfernen. Fraglich, ob K.L. hier nachgibt.

 

Dass Lauterbach den Apotheken eine Honoraranpassung verweigert und stattdessen das Preissystem mit einer Umverteilung vom prozentualen zum festen Zuschlag für Rx-Arzneimittel verändern will, wird den Apotheken allerdings so gut wie nichts bringen. Vor allem für Apotheken mit vielen Hochpreisern könnten sich erhebliche negative Effekte ergeben, die durch die kleine Erhöhung des Festzuschlags wohl nicht aufgefangen werden. DAZ-Wirtschaftsredakteur Dr. Thomas Müller-Bohn hat das Szenario durchgerechnet und die unterschiedlichen Auswirkungen dargestellt. Das Fazit von Müller-Bohn: „Langfristig verschärft sich die Abkopplung von der Preisentwicklung – und das wirkt auf jeden Fall negativ. Denn das ist der Kern der wirtschaftlichen Misere der Apotheken.“

 

Die ABDA und nicht nur sie, auch die meisten Apothekerinnen und Apotheker sind sich einig: Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker, Apotheken unter Leitung von PTA sind ein Tabubruch und vor allem eine deutliche Verschlechterung der Arzneimittelversorgung. Die Standesvertretung will mit politischer Unterstützung versuchen, diese Passagen aus dem Entwurf der Apothekenreform zu streichen. Aber was ist, wenn dies nicht gelingt? Dann muss man fragen, wie realistisch ist es überhaupt, dass ausreichend erfahrene PTA vor Ort Apotheken leiten und die Arzneimittelabgabe übernehmen? Gibt es so viele PTA? PTA werden schon heute fieberhaft gesucht. Mein liebes Tagebuch, schaut man sich den Markt an, stellt man sehr schnell fest: Es herrscht großer Mangel an PTA. Diese Berufsgruppe wandert oft ab in die Industrie oder zu den Krankenkassen oder in andere Sparten des Einzelhandels. Es dürfte schwer werden, qualifizierte PTA als Filialleitungen zu finden, zumal viele von ihnen diese Verantwortung gar nicht übernehmen wollen. Und wie sieht es der Bundesverband der PTA (BVpta)? Anfangs ließ der PTA-Berufsverband wissen, für eine Apotheke light oder als Filialleitung light nicht zur Verfügung zu stehen. Mittlerweile hat sich die Einstellung geändert. So verkündet der BVpta, dass PTA bereit seien, mehr Verantwortung zu übernehmen, sie seien bereit, im Notfall als Vertretung eine Apotheke zu leiten – sie gäben ja heute schon 80 Prozent aller in Apotheken abgegebenen  Arzneimittel ab. Aber Lauterbach sollte endlich mit dem BVpta sprechen, so der Verband, denn PTA wollten kein „billiger Ersatz“ sein: Mehr Verantwortung müsse mit mehr Gehalt einhergehen. Von PTA-Schulen hört man außerdem, dass PTA mit der heutigen Ausbildung nicht den Leitungsaufgaben gewachsen seien, da müsste wohl die Ausbildung geändert werden, ganz abgesehen davon, dass die Qualität der Bewerberinnen und Bewerber immer mehr zu wünschen übrig lasse. Ein weiterer Missstand, dass sich nur wenig Nachwuchs für eine PTA-Ausbildung entscheide: Es fehlt eine Ausbildungsvergütung, ganz abgesehen von der schlechten Bezahlung einer ausgebildeten PTA – sagen die PTA-Lehrkräfte. Mein liebes Tagebuch, da hätte sich K.L. erstmal kundig machen sollen, bevor er großspurig die PTA als günstige Ersatzkraft für Approbierte in den Apotheken einführen will.

 

Kritik am Referentenentwurf für die Apothekenreform kommt auch vom Berufsverband der Akkreditierten Labore in der Medizin. Der Entwurf sieht vor, dass Apotheken in-vitro-diagnostische Schnelltests auf Erreger wie Adenoviren, Influenzaviren, Noroviren, RSV und Rotaviren durchführen und dafür werben dürfen. Klar, mein liebes Tagebuch, das gefällt dem Berufsverband der Medizinlabore so gar nicht: Apotheken sind keine Labore, tönt es aus dieser Ecke, Labore gehören in Ärztehand. Sein Vorschlag: Patientinnen und Patienten sollten die Möglichkeit haben, sich auch ohne Überweisung einer Arztpraxis in den Medizinlaboren testen zu lassen. Mein liebes Tagebuch, ob das im Sinne Lauterbachs ist?

 

Der Zeitplan. Die Verbändeliste, die sich mit dem Referentenentwurf einer Apothekenreform beschäftigen muss, ist lang: von A wie Adexa bis V wie ver.di, außerdem Verbände von Kassen, Apotheker- und Ärzteschaft, Industrie, Großhandel, PTA und andere. Überall wird nun mit Hochdruck gearbeitet, um die Reform nach eigenem Gutdünken umzugestalten. Bis zum 28. Juni können die Verbände den Entwurf schriftlich kommentieren. Die übliche Verbändeanhörung im BMG soll schon am 25. Juni stattfinden. Parallel dazu finden Ressortabstimmungen statt. Lauterbach wird mit Sicherheit viele Anregungen und Vorschläge auf den Tisch bekommen, wie seine Reform verbessert werden kann. Daraus entsteht dann die Vorlage fürs Bundeskabinett, das sich am 17. Juli mit dem Papier befassen wird. Mein liebes Tagebuch, die letze Sitzung im Bundestag und Bundesrat ist der 5. Juli – die Apothekenreform wird diesen Termin also nicht schaffen, es wird September werden. Dann steht noch eine öffentliche Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags an, es können Änderungsanträge eingebracht werden. Dann folgt die abschließende Beratung im Bundesrat im Herbst. Mein liebes Tagebuch, es gibt also noch ein Zeitfenster, in dem viel Überzeugungsarbeit geleistet werden kann. Wir werden sehen, was geht. Inkrafttreten sollte die Reform spätestens zum 1. Januar 2025, zumindest die Honorar-Pläne. Realistisch?

 

18. Juni 2024

Für Stefan Hartmann, Vorsitzender des Bundesverband Deutscher Apothekenkooperationen (BVDAK), ist es klar: Große Teile der geplanten Apothekenreform müssen verhindert werden. Die Reform stärkt die flächendeckende Arzneimittelversorgung in keiner Weise, die Honorarpläne zerstören die wirtschaftliche Basis der vollhaftenden Apothekeninhaber. Was für Hartmann auch deutlich wird: Die ABDA sei mitverantwortlich für den Referentenentwurf. Die ABDA bekomme „die Quittung für ihre zaudernde, rückwärtsgewandte Berufs- und Standespolitik der letzten 20 Jahre, die im Ehren- wie im Hauptamt viel zu unprofessionell und strategielos agiert(e) und der Politik nicht einmal ansatzweise gewachsen ist“. Mein liebes Tagebuch, da können wir Hartmann nicht widersprechen. 

 

Die fünf aktuellen pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) werden noch lange nicht von allen Apotheken erbracht, der Honorartopf quillt über, das Honorar wird nur in geringem Maß abgerufen, da will Karl Lauterbach den Apotheken schon weitere pharmazeutische Dienstleistungen ans Herz legen: Sie sollen z. B. drei neue Dienstleistungen (Beratungen und Messungen) erbringen zu Risikofaktoren zur Einschätzung des individuellen Erkrankungsrisikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie Diabetes mellitus und weiteren Risikoerkrankungen. Fein, werden pDL-affine Apotheken jubeln, ist ja auch eine gute Sache, wenn Apotheken stärker in die Prävention eingebunden werden. Genau, mein liebes Tagebuch, das Perfide daran ist allerdings, dass Lauterbach den Honorartopf nicht mehr so rasch füllen will wie bisher: Er will mit der Apothekenreform die Zuschläge auf Rx-Arzneimittel, die in den Honorartopf abgeführt werden, erniedrigen. Was das bedeutet, kann man sich ausrechnen: Falls irgendwann dann doch noch mehr Apotheken pDL anbieten sollten, würde das ausgeschüttete Honorar rasch weniger werden und damit (noch) weniger für die pDL bezahlt. Für die pDL-engagierten Apotheken wäre das ein Nachteil und für die einstiegswilligen Apotheken alles andere als ein Anreiz.

 

Die Delegiertenversammlung der Landesapothekerkammer Hessen will ein Zeichen setzen, sie verabschiedete eine Resolution zum Referentenentwurf für die Apothekenreform mit der Überschrift „Keine Apotheken ohne Apotheker“: Die Regierung wird aufgefordert, das Vorhaben sofort zu stoppen. Zur Begründung führt die Resolution an, dass nur die Apothekerin oder der Apotheker die Verantwortung für die Arzneimittelabgabe übernehmen könne. Mit „Pseudoapotheken“ ohne approbierte Kräfte werde sich die Arzneimittelversorgung der Menschen in Deutschland massiv verschlechtern. Mein liebes Tagebuch, diese Resolution sollte so oder ähnlich auch von den übrigen 16 Kammern kommen.

 

19. Juni 2024

Im Prinzip das einzig Richtige, was man mit dem Referentenentwurf für eine Apothekenreform machen kann: ablehnen. Wirklich ablehnen? Immerhin enthält er einige Punkte, die uns Apothekers durchaus gefallen könnten, z. B. mehr Impfungen, mehr Beteiligung an der Prävention, BtM im Kommissionierer und vielleicht auch eine zentralisierte Herstellung von Rezepturen in nur einer Apotheke eines Filialverbunds. Aber mit ihrer Stellungnahme lehnt die ABDA den Entwurf rundherum ab. Nur zwei Seiten umfasst diese Stellungnahme und es ist alles gesagt. Vermutlich sollen diese beiden Seiten schon signalisieren, dass es derzeit keinen Anlass gibt, sich vertieft mit den einzelnen Punkten zu befassen. Denn der Entwurf, so die ABDA, „degradiert das Arzneimittel zum Konsumgut und geht von einer Verzichtbarkeit der Apotheke und des Apothekers aus. Die inhabergeführte Apotheke werde finanziell und strukturell ruiniert, Arbeitsplätze vernichtet und das Feld für die Zulassung des Fremdbesitzes an Arzneimittelvertriebsstellen bereitet. Mit der Reform solle ein Systemwandel herbeigeführt werden durch Apotheken ohne Apothekerinnen und Apotheker. Durch minimale Anwesenheitspflicht in den Betriebsstätten werde aus der eigenverantwortlichen Leitung einer Apotheke durch einen freien Heilberuf faktisch eine Fiktion. Letztlich wäre dies dann der Fall des letzten Kriteriums der inhabergeführten Apotheke, was sich auch nicht durch Telepharmazie kompensieren lasse. In der Folge ließe sich auch der Betrieb von Abgabeautomaten nicht verhindern: Arzneimittelabgabe ohne pharmazeutisches Personal, Beratung per Video. Mein liebes Tagebuch, Lauterbachs Reform scheint einen vollkommenen Systemwechsel anzubahnen. Das ist die Abkehr vom Versorgungsgedanken, wie die ABDA schreibt, was sich auch in der Aufhebung der ständigen Dienstbereitschaft mit Befreiungsmöglichkeit zugunsten einer Mindeststundenzahl zeige. Und ja, auch die Absicht, dass mit der Reform Großhandels-Skonti wieder ermöglicht werden sollen, kann der ABDA keine Freude ins Gesicht zaubern. Denn die Skontiregelung könnte doch schon früher mit dem Medizinforschungsgesetz umgesetzt werden. Mein liebes Tagebuch, am 25. Juni ist die Anhörung zum Referentenentwurf des Apothekenreformgesetzes im Bundesgesundheitsministerium, wo die ABDA all diese Positionen mündlich erläutern kann. Hoffen wir, dass sie dies deutlich und mit Nachdruck tut. Da sollte ein Beben durchs BMG gehen. 

 

Unterstützung für die ABDA kommt derzeit von vielen Kammern und Verbänden im Land. Die Delegiertenversammlung der Apothekerkammer Berlin fordert die Bundesregierung mit einer Resolution auf, das Apotheken-Reformgesetz „maßgeblich anzupassen“. Es ist eine nahezu gleichlautende Resolution, wie sie die Hessische Apothekerkammer bereits verabschiedete,  allerdings mit zwei Unterschieden: Die Berliner Kammerdelegierten pochen auf generelle Honoraranreize, sie wollen den Entwurf nicht stoppen, sondern mit Blick auf die geplante Leitungsbefugnis für PTA „maßgeblich anpassen“.

 

Lauterbach möchte die Apotheken stärker in der Prävention verankern. Mit dem Gesundes-Herz-Gesetz sollen Apotheken pharmazeutische Dienstleistungen anbieten dürfen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes frühzeitig zu erkennen. Das gefällt auch der ABDA, das gefällt der Bundesapothekerkammer (BAK), wie BAK-Präsident Thomas Benkert deutlich macht. Aber es gibt ein Aber. Damit sich Apotheken hier wie gewünscht einbringen können, sei es „unabdingbar, dass in den Apotheken auch künftig durchgängig Apothekerinnen und Apotheker anwesend sind“, so Benkert und dies werde durch die Apothekenreform konterkariert. Mein liebes Tagebuch, jetzt muss es nur noch Lauterbach verstehen.

 

Die ABDA bekommt internationale Unterstützung im Kampf gegen Lauterbachs Apothekenreform. Der Weltapothekerverband FIP warnt davor, dass sich mit der vorgesehenen Möglichkeit, Apotheken ohne Approbierte zu führen, die Qualität des Apothekenbetriebs und der Standards der Patientenversorgung erheblich verschlechterten. Es gebe zwar weltweit Beispiele, wo die Präsenzpflicht von Apothekern nicht vorgeschrieben sei. Diese seien aber auf Länder beschränkt „mit weniger strengen Berufsvorschriften oder unzureichenden Kapazitäten an Apothekern“. Auf Deutschland treffe das nicht zu. Mein liebes Tagebuch, die FIP-Warnung wird Lauterbach zwar nicht sonderlich berühren, aber er muss zur. Kenntnis nehmen, dass der Widerstand wächst.

 

Mit Worten und Resolutionen will sich der Hessische Apothekerverband (HAV) nicht zufrieden geben, er will handeln: Am Donnerstag, dem 27. Juni, und Freitag, 28. Juni, bleiben in Hessen die Apotheken geschlossen. Holger Seyfarth, Chef des HAV, sieht in der Apothekenreform einen „Generalangriff auf unseren gesamten Berufsstand, unsere pharmazeutische Kompetenz und die wohnortnahe Arzneimittelversorgung durch die Apotheken vor Ort“. Und er formuliert es noch deutlicher: Lauterbach „opfert uns Apotheker als letzte Kontrollinstanz und als letzten Sicherheitsfaktor zwischen der ärztlichen Verschreibung und dem Patienten auf dem Einsparungsaltar“. Mit dem Protest wolle man sich „gegen diesen Todesstoß für einen ganzen Berufsstand“ entschieden wehren. Weitere Proteste und Schließungen können folgen. Mein liebes Tagebuch, diese Reform rechtfertigt diese Schließungen. Aber es bleiben Fragen: Wie viele Apotheken werden sich beteiligen? Wie wäre es, wenn sich die Apothekerinnen und Apotheker des gesamten Lands einig wären und am kommenden Donnerstag und Freitag schließen? Der Aufschrei, der durch die Apothekerschaft geht, muss hör- und erlebbar sein. Für alle!

 

20. Juni 2024

Das sind vergiftete Entgegenkommen für die Apothekers, wenn ihnen Lauterbach neue pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen anbietet. Denn bei genauer Betrachtung sind diese neuen Dienstleistungen, die er da offeriert, nicht mit den bisherigen pDL vergleichbar. DAZ-Redakteur Dr. Thomas Müller-Bohn hat sich die Offerte angesehen und hinter die „Kulissen“ dieser neuen pDL geschaut. Sein Fazit: Diese Art von pDL wären kaum steuerbar, denn für eine Leistung sollen die Versicherten zu bestimmten Geburtstagen einen Gutschein von der Krankenkasse erhalten, außerdem sollen Versicherte ab 18 Jahren einen Anspruch auf zwei verschiedene Leistungen pro Jahr haben, eine davon betrifft allerdings nur Raucher. Außerdem erfordern zwei der drei neuen Leistungen Messungen von Blutwerten, d.h., die Apotheke braucht dafür die entsprechenden Messgeräte, die nicht in jeder Apotheke vorhanden sind. Unklar ist, ob für diese pDL ein Kontrahierungszwang besteht. Bei den bisherigen pDL kann zumindest die Apotheke selbst entscheiden, ob und was sie anbietet. Das Honorar dafür müssen wieder GKV-Spitzenverband und Deutscher Apothekerverband aushandeln – mein liebes Tagebuch, das sieht sehr nach Schiedsstelle aus. Und die Krönung: Mit der Apothekenreform soll der Zufluss in den Honorartopf der pDL verringert werden (weil derzeit zu viel im Topf ist und zu wenig abgerufen wird). Wenn nun aber die geplanten neuen Präventionsleistungen von mehr Apotheken angeboten werden, wie sieht es dann mit dem Honorarvolumen aus? Reicht der verringerte Honorartopf, steht noch genug Honorar für die fünf bisherigen Dienstleistungen zur Verfügung? Unsicherheiten über Unsicherheiten. Müller-Bohn sieht hier gleich drei Probleme für die Apotheke: mehr Kosten, eine andere Kostenstruktur und ein viel größeres Risiko. Für die Apotheken wäre das ein Fass ohne Boden. Würden die neuen Leistungen an die erste Stelle treten, wird fraglich, ob es für das Medikationsmanagement als wichtigste und anspruchsvollste Leistung überhaupt noch Geld gibt. Mein liebes Tagebuch, so ein toxisches Angebot kann nur von Lauterbach kommen. Er kann sich nach außen großzügig zeigen, in dem er öffentlich den Apotheken mehr Möglichkeiten in prestigeträchtigen Dienstleistungen anbietet. Dass Apotheken dies aber unter den neuen Vorzeichen und mit weniger Zufluss in den Honorartopf gar nicht so leisten können oder sich sogar letztendlich selbst ausbeuten, will ihm gar nicht in den Sinn kommen. Perfide!

 

Gemeinsam ist man stärker: Die standeseigene Gesellschaft für digitale Services der Apotheken (Gedisa) bietet zusammen mit 15 Partnerunternehmen einen standeseigenen CardLink-Zugang für die Einlösung von E-Rezepten an. Der neue Einlöseweg kann dabei über die ApoGuide-App der Gedisa oder über die Apps der Partnerunternehmen laufen. Mein liebes Tagebuch, es wurde höchste Zeit, dass dieses CardLink-Projekt von der Apothekerschaft ins Leben gerufen wurde, um konkurrenzfähig zu sein gegen die EU-Versender (DocMorris und ShopApotheke), die bereits ihren eigenen CardLink-Zugang gestartet haben und ihn mit fragwürdigen Methoden bewerben. Es bleibt für manche Apotheken die Frage: Sollte man als Vor-Ort-Apo CardLink zum Einlösen der E-Rezepte haben, braucht man es wirklich? Immerhin kostet dieser Zugang monatlich ein paar Euro. Mein liebes Tagebuch, diese Frage muss sich jede Apotheke selbst stellen. Die Frage müsste allerdings lauten: Wollen und werden meine Kunden diesen sehr bequemen Weg nutzen? Kann ich es mir leisten, CardLink nicht anzubieten?

 

Sie teilt die Wut, Angst und Verzweiflung der Apothekerinnen und Apotheker über die Pläne von Lauterbach, die eine „zerstörerische Reform“ seien, so ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening in ihrem Video-Statement. „Unsere Zukunft steht auf dem Spiel“, sagt sie, und trotzdem gelte es, „Mut, Konstruktivität und Zuversicht beizubehalten“, fügt sie hinzu. Mein liebes Tagebuch, da zeigt sie Nerven. Mal ehrlich, diese Nerven hat nicht jede Apothekerin, jeder Apotheker angesichts des bevorstehenden Systemwechsels, der uns mit der Apothekenreform erwartet. Da soll der Begriff Apotheke „des ihn ausmachenden Wesenskerns beraubt, die Apothekenpflicht faktisch abgeschafft und der Weg zur Zulassung des Fremdbesitzes geebnet werden“, wie es in der ABDA-Stellungnahme heißt und die Apothekerinnen und Apotheker sollen die Füße still halten? Man werde mit Argumenten überzeugen müssen, meint die Präsidentin. Ihre Zuversicht nimmt sie aus Gesprächen, die sie in den vergangenen Tagen mit Abgeordneten der Ampel geführt habe. Mein liebes Tagebuch, Hand aufs Herz, haben wir jemals schon etwas erreicht oder durchsetzen können mit mehr oder weniger sanften Gesprächen? Ok, die Protestchen, Postkärtchen und Plakate haben auch nicht wirklich was gebracht. Vielleicht sollte daher die neue Strategie in einer deutlichen, nachdrücklichen und heftigen Kombination aus beidem sein: ständige Gespräche im Klartext und hörbare und laute Protestaktionen. Laut  Ankündigung der Präsidentin wird man den Protestweg trotz der drohenden Systemfrage nicht einschlagen, sondern erneut die sanfte, emotionale und liebevoll kuschelige Strategie fahren. Als da sind: Infos streuen über die sozialen Medien, dann soll „eine emotionalisierende Kampagnenwelle“ zum Nutzen und zu den Leistungen der Apotheken organisiert werden, begleitet von Kontakten, die die Apotheken mit den Politikerinnen und Politikern aufnehmen sollen, um ihnen zu erklären, welche „katastrophalen Auswirkungen“ die Pläne des BMG hätten. Also richtig laute Proteste, die Lauterbach nicht überhören kann, stehen nicht auf der Agenda. Ach, mein liebes Tagebuch, wir Apothekers sind doch ein artig liebes Völkchen. Den nahen Tod und die Abschaffung unserer heutigen Apotheke vor Augen, sollen unsere Mittel bitteschön  warme Worte, ein Bündel von Gesprächsfäden zu noch lieberen Politikerinnen und Politikern sein, Gesprächsfäden, die wir nicht abreißen lassen dürften. Unsere Präsidentin meint, eine Protestwelle sei gegenwärtig „kontraproduktiv“, vielleicht könnte sie zu einem späteren Zeitpunkt aber nötig werden. Preisfrage: Wann ist dieser Zeitpunkt gekommen?

 

21. Juni 2024

Glosse
Lauterbach: Meine Aporeform – und danach ist die Apothekenwelt, wie ich sie mag

Der Spoiler vorab: Was Karl Lauterbach mit den Apotheken vorhat? Meinem lieben Tagebuch wurde vertraulich eine Ton-Datei aus dem Bundesgesundheitsministerium zugespielt. In diesem Gespräch mit zwei seiner engsten Mitarbeitenden bespricht Lauterbach seine Strategie der Apothekenreform. Was da zu hören, zu lesen ist, hat das Prädikat „erkenntnisreich“.

Es ist spät am Nachmittag. K.L. kommt leicht aufgekratzt vom Gespräch mit dem FAZ-Journalisten zurück ins Büro. Die FAZ wird, so sicherte ihm der Journalist zu, einen Extrakt aus dem Referentenentwurf zur Apothekenreform gerne in der nächsten Ausgabe veröffentlichen. K.L. ist außer sich vor Freude, erneut wird er eine Gesetzesankündigung mit größter Aufmerksamkeit über die Medienschiene unters Volk bringen können – ohne Vorab-Gezeter von den betroffenen Verbänden und Organisationen. K.L. ist überglücklich – es sind seine kleine Sternstunden, wie er sich erfolgreiche Politik vorstellt.

Als K.L. am nächsten Morgen mit der FAZ in der Hand am großen Besprechungsraum im Ministerium vorbei geht, sieht er, wie zwei seiner engsten Mitarbeiter über dem letzten Schliff der Apothekerreform schwitzen und darüber diskutieren, wo der Entwurf eventuell verändert werden könnte, wo man bei allzu großem Widerstand Zugeständnisse machen könnte und wo man hart bleiben will. Sie wissen, ihr Chef will den Entwurf am liebsten noch vor der Sommerpause durchpeitschen. K.L. schaut kurz bei ihnen vorbei, um sich für ihre Arbeit zu bedanken. Nachfolgend die Abschrift der uns zugespielten Ton-Datei:

K.L. mit näselnder Stimme: Hallo, liebe Mitarbeiter, schön, dass ihr noch da seid. Eure Ausarbeitung des Referentenentwurfs ist Spitze, genauso habe ich ihn mir vorgestellt. Endlich mal alte Zöpfe bei den Apotheken abschneiden. Sogar die FAZ war davon angetan, sie hat’s gedruckt! Und die Apothekers sind wie vorhergesehen total aus dem Häuschen, die ABDA ist in Schockstarre. Leute, damit sind wir auf dem richtigen Weg. Nur kurz nochmal zu meinem Zielen, damit das klar ist: Wir belassen es bei der Honorarumverteilung, das ist DIE geniale Lösung! Optisch sieht es so aus, als ob wir das Honorar leicht erhöhen. Aber klar, wir finanzieren es halt einfach, indem wir den prozentualen Anteil des bestehenden Honorars kürzen. Außerdem geben wir den Apothekers mehr für den Notdienst. Das verkünden wir groß in den Medien und sagen, dass wir damit die Versorgung in der Fläche stärken wollen. Klingt doch super sozial, richtig gut, passt zur SPD. Aber das Beste: Auch das Honorarplus für den Nachtdienst holen wir uns zurück, indem wir die Rx-Aufschläge für die pharmazeutischen Dienstleistungen kürzen. Also, Leute, das finde ich eine Super-Idee, denn da ist viel zu viel Geld im Topf. Wir haben doch gesehen: Eigentlich wollen nur wenige Apotheken diese Leistungen anbieten – die leeren den Topf eh nicht.

Mitarbeiter 1: Chef, wie kommt die Idee mit den Zweigapotheken an?

K.L.: Die ABDA runzelt zwar die Stirn, aber an der Basis, vor allem bei den finanzstarken Apotheken kommt unsere Idee mit den zwei Zweigapotheken und somit maximal drei Filialen plus zwei Zweigapotheken hervorragend an, das ist Superspitze! Wie ich schon von meinen Vertrauensapothekerinnen und -apothekern gehört habe, läuft so manchem Apotheker, so mancher Apothekerin das Wasser im Mund zusammen. Der Clou dabei ist doch: Filial- und Zweigapotheken dürfen von PTA geleitet werden. Die eigenständige Abgabe von Arzneimitteln – das können die doch heute schon sehr gut. Und wenn’s knifflig wird, sollen sie einfach per Telepharmazie in der Hauptapo anrufen.

Mitarbeiter 2: Im Ernst, Chef, wie ich den ersten Stellungnahmen entnehme, will die ABDA eine Apotheke ohne Apothekerin oder Apotheker überhaupt nicht akzeptieren, da gibt’s massiven Widerstand. Wollen wir da ein paar Zugeständnisse machen?

K.L.: Nee, keine Zugeständnisse, sonst geht meine Strategie nicht auf. Knickt doch bitte nicht gleich ein, wir halten erstmal an der Leitungsfunktion für PTA fest. Das können die, das stärkt ihr Selbstbewusstsein. PTA schmeißen doch heute schon den Laden, die Arzneimittelabgabe läuft zum allergrößten Teil durch ihre Hände. Und PTA-Schulen arbeiten schon an Fortbildungsplänen für leitende PTA, habe ich gehört.

M 1: Aber leitende PTA verlangen mehr Gehalt, wie sollen die Apotheken das stemmen?

K.L.: Die Gründung von mehr Filialen und Zweigapotheken ist doch eh nur für große Apotheken interessant  – und die können die Gehälter zahlen.

M 2: Wird eigentlich unsere Idee mit den reduzierten Öffnungszeiten positiv aufgenommen?

K.L.: Natürlich nicht von der ABDA, die sieht darin nur eine Mogelpackung. Aber Leute, mal ehrlich, starke Apotheken würden gerne noch viel länger öffnen. Und die kleinen Apotheken werden reduzierte Öffnungszeiten begrüßen, sie brauchen weniger Personal, sie schaffen es mit weniger Kräften, sparen eine Menge Gehälter und können so leichter überleben. Das müssen wir so der Öffentlichkeit verkaufen. Und auch das ist ein Baustein für meine Strategie: Weniger Öffnungszeiten bei Apotheken führt hin zur Akzeptanz von Arzneimittelautomaten mit Video-Chat. Ich hab Signale vernommen, dass EU-Versender schon bereit stehen.

M 1 und M 2 murmeln so etwas wie: Alles klar, Chef. Danke.

K.L.: Nur noch mal zur Wiederholung, was ich Euch schon beim ersten Entwurf fürs Eckpunktepapier gesagt habe: Ich will mit dieser Reform eine echte Reform des Apothekenwesens einläuten. Ich erinnere mich gerne, wie ich damals Ulla, ihr wisst schon, Ulla Schmidt, die frühere Bundesgesundheitsministerin, bei der Durchsetzung des Versandhandels beraten habe. Wir haben es mit unserer Taktik geschafft, den Versandhandel nicht nur mit OTC, sondern auch mit Rx erfolgreich in unserem Land einzuführen. Ja, die Widerstände waren groß, aber letztlich haben wir gezeigt, dass es der Versandhandel kann. Und die Bevölkerung will doch nicht mehr auf diese Versandhandelsleistung verzichten. Meine Connection zur Versandlobby hatte mir bestätigt, dass sie das kann. Und sie kann’s.

M 2: Und das soll jetzt auch so ähnlich funktionieren bei der PTA in Leitungsfunktion?

K.L.: Ihr wisst doch, Leute, ich bin gut vernetzt. Der Drogeriebereich hat mir schon vor einiger Zeit signalisiert, dass er Arzneimittelabgabe, Arzneimitteldistribution kann, und zwar günstiger als die Vertriebsschiene Apotheke. Stellen wir uns vor: Wenn die PTA als Apothekenleitung etabliert ist, ist der Schritt hin zur PTA als Leiterin der Arzneimittelabteilung im dm oder Rossmann nicht mehr weit, ja, er ist nicht mehr aufzuhalten. Der Drogeriemarkt darf dann OTCs abgeben, wenn er PTAs beschäftigt. Und für Rx kann er mit einem Versender zusammenarbeiten. Ich wüsste da schon einen, der sich das vorstellen kann. Die Voraussetzungen mit CardLink sind schon geschaffen. Leute, das spart immens Kosten.

M 1: Noch eine Frage, Chef: Was meinen Sie, wird die neue pharmazeutische Dienstleistung zur Früherkennung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Diabetes akzeptiert werden?

K.L.: Hört mal, das können sich die Apothekers gar nicht leisten, es nicht zu akzeptieren. Mein Trick, dass Krankenkassen Gutscheine für diese Dienstleistungen an Patientinnen und Patienten ausgeben können, kommt doch einem Kontrahierungszwang für Apotheken gleich. Ich werde dieses Angebot, das ich den  Apotheke mache, in der nächsten Talkrunde und in der Boulevard-Presse lancieren. Die BILD hat bei mir schon nachgefragt. Wenn die dann schreiben, dass Apotheken nicht in die Prävention dieser Volkskrankheiten eingebunden werden wollen, wenn also die Apothekers das ablehnen, dann können sie doch gleich einpacken, dann sind sie nur Logistiker. Ob die Bevölkerung dann noch der Apotheke traut?

M 2: Ok, Chef, dann bereiten wir schon mal den zweiten Aufguss für die Yellow Press vor.

M 1: Noch eins, Chef: Haben Sie sorgen vor Protestaktionen der Apothekers?

K.L.: Protestaktionen? Welche Protestaktionen? Ihr wisst doch, der Zusammenhalt unter den Apothekers ist dünn. Da passiert nicht viel an Protest. Mittwochnachmittags zaghaft zu, geschenkt. Und ein paar Postkärtchen und Unterschriftslisten konnten wir bisher immer bestens entsorgen. Alles klar? Also, ich sehe, ihr habt mich verstanden. Ich sage euch, es wird die Reform der Reformen für die Apotheken werden. Und in ein paar Jahren sieht die Apothekenwelt anders aus: Höchstens noch 12.000 Apotheken inklusive Filialen und Zweigapotheken – das reicht völlig. Den Rest der Arzneimittelversorgung machen Versender, Dromärkte und Automaten. Um es deutlich zu machen: Wir sparen Kosten für die GKV durch das auf etwa gleichem Niveau bleibende Honorar. Und für den PTA-Beruf haben wir neue Leitungsfunktionen von Filialen oder in Drogeriemärkten. Die wegfallenden Apotheken werden durch die Zunahme des Versandhandels im Rx-Bereich und durch die OTC-Regale im Drogeriemarkt kompensiert und wenn’s sein muss durch Automaten. Es bricht eine neue Apothekenzeit an. Meine lieben Mitarbeiter, als Dankeschön für eure Arbeit können wir gerne wieder mal zusammen essen gehen. Zum Italiener bei uns um die Ecke – er macht für uns gerne meinen geliebten salzlosen Gemüseauflauf, er wird euch schmecken. Und wir stoßen darauf mit einer heißen Zitrone an!


Peter Ditzel (diz), Apotheker / Herausgeber DAZ
redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


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4 Kommentare

DAV -Kommunikation....

von Dr.Diefenbach am 23.06.2024 um 11:42 Uhr

.....WIE ist das eigentlich gelaufen??ES ist mir auch als ehemaliger Verbandsvorständler völlig unverständlich,dass das SO läuft WIE es läuft .Wurden 16 "überrascht" von uns Hessen oder
werden Direktiven aus der Politzentrale in Berlin befolgt??
ES SOLLTEN ABER SO VIELE WIE MÖGLICH IN FFM ERSCHEINEN!!! Denn es steht nicht
nur die Zukunft des Berufes auf dem Spiel,SONDERN es müssen sich allmählich auch mal DIE
artikulieren die über die Versorgungswerke ihre Bezüge erhalten oder irgendwann erhalten wollen.
WAS würde aus den ganzen VW-Finanzen,wenn abstruse Politikteilnehmer wie K.L. in kurzer
Zeit so viele gewachsene Dinge zerstören(können).Angedacht Alles seinerzeit durch Ulla Schmidt.??
Ich gebe zu bedenken:Wir hatten schon eine DEMO in FFM,da hat man uns viele Zusagen gemacht,nun ist die CDU am Zuge, auch real zu handeln.Folgt NICHTS ,dann wandern wiederum
Wähler .Folgt auch NICHTS aus der Ampel,dann werden Prognosen wie 6 % SPD und Grüne in Sachsen und FDP 4 % denkbar!! Und dann??
Im Übrigen empfehle ich einen HEUTIGEN Artikel in der Sonntags FAZ zur Entwicklung der PFLEGESTRUKTUREN als "Bonus",darüber muss leider auch debattiert werden.

» Auf diesen Kommentar antworten | 1 Antwort

AW: DAV -Kommunikation

von Thomas Beck am 23.06.2024 um 21:04 Uhr

"Wer sich grün macht, den fressen die Ziegen."
Otto von Bismarck

Apropos PTA in Leitungsfunktion: wer wird eigentlich haften bei der Abgabe von Rx-Arzneimitteln in Zweig- und Filialapotheken?
Etwa der Inhaber der Hauptapotheke?

21. Juni 2024 Glosse Lauterbach: Meine Aporeform – und danach ist die Apothekenwelt, wie ich sie mag

von Bernd Haase am 23.06.2024 um 9:46 Uhr

Sehr geehrter Herr Ditzel,

Danke für Ihre "Glosse".

Als Apothekenmitarbeiter fragt man sich langsam ob die Realität sich in einen Roman von Franz Kafka verwanldelt hat.

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Kontraproduktiv

von Ulrich Ströh am 23.06.2024 um 9:24 Uhr

Warum werden die Hessen nächste Woche alleine gelassen?
Gibts keine —- Solidarität —-unter den anderen 16 Apothekerverbänden?

Die Verantwortlichen warten , bis es endgültig zu spät ist
und spinnen derweil im Sommer vergeblich Gesprächsfäden
zu Oppositionspolitikern.

Resolutionen und Herzchenpostkarten halten den parlamentarischen Verlauf für uns nicht auf.

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