Direktabrechnung von E-Rezepten

Elac-Apothekenkooperation steigt bei Scanacs ein

05.02.2024, 15:15 Uhr

E-Rezept bieten die Möglichkeit der Direktabrechnung. Elac möchte diese Möglichkeit nutzen. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)

E-Rezept bieten die Möglichkeit der Direktabrechnung. Elac möchte diese Möglichkeit nutzen. (Foto: IMAGO / Funke Foto Services)


Die Elac-Apothekenkooperation (Guten Tag Apotheken) hat Anfang Februar gemeinsam mit der Pro Medisoft GmbH und dem Scanacs-Gründer Frank Böhme den Geschäftsbetrieb der zuletzt insolventen Scanacs GmbH übernommen. Damit steigt die Apothekenkooperation in die Direktabrechnung von E-Rezepten ein.

Wie Elac in einer Presseinformation mitteilte, erweitert die unabhängige Apothekenkooperation mit der Beteiligung an der Scanacs-Plattform ihren Tätigkeitsbereich auf Direktabrechnungen von E-Rezepten. Nach den Worten von Uwe Berlekamp, Vorstandsvorsitzender der Muttergesellschaft Elac Elysée Apotheken Consulting GmbH, soll die Beteiligung an Scanacs eine schnelle,  günstige und einfache Abrechnung der Rezepte ermöglichen.

Nach der Gründung des pharmazeutischen Unternehmens Elac Pharma GmbH im Oktober 2023 sei dies nun ein weiterer strategischer Schritt der Kooperation, den Partnerapotheken zu mehr Autonomie und wirtschaftlichen Spielräumen zu verhelfen.

Scanacs stellt den Angaben zufolge Apotheken die Infrastruktur zur selbstständigen Abrechnung gegenüber gesetzlichen Krankenkassen bereit. Die Erstattungen der Krankenkassen und pharmazeutischen Hersteller erfolge dabei direkt auf das Konto der Apotheke.

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Zur Elac Elysée Apotheken Consulting GmbH gehören nach Unternehmensangaben rund 500 Partnerapotheken der Marke „Guten Tag Apotheken“. Vornehmlich handele es sich dabei um größere Apotheken in Center- und Innenstadtlagen sowie führende Landapotheken. Elac bezeichnet sich selbst als die größte, vom Großhandel unabhängige Apothekenkooperation auf dem deutschen Markt. Zur Kooperation gehört neben Elac Pharma ein eigener Pharma-Großhandel namens GTA Großhandel GmbH, welcher vom Großhandelspartner AEP logistisch unterstützt wird.

Das Dresdner Start-Up Scanacs hatte im November 2023 beim Amtsgericht Dresden einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Abrechnung und Online-Zuzahlungsprüfung sollten nach damaligen Angaben aber weiterlaufen. Der Geschäftsbetrieb ist laut Scanacs jetzt vom Insolvenzverwalter Christian Heintze an eine neue Gesellschaft übergegangen, deren Gesellschafter wiederum die Guten-Tag-Apotheken (Elac), das Softwareunternehmen Pro Medisoft und Frank Böhme seien. Alle Mitarbeiter würden übernommen.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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