Kommunalwahl

Apotheker und Stadtbürgermeister Marc Muchow kandidiert für zweite Amtszeit

Stuttgart - 07.06.2024, 15:15 Uhr

Bürgermeister zum Anfassen: Marc Muchow leitet drei Apotheken und ist zugleich Bürgermeister von Kirchheimbolanden. (Foto: privat | Plakat: CDU | Montage: DAZ)

Bürgermeister zum Anfassen: Marc Muchow leitet drei Apotheken und ist zugleich Bürgermeister von Kirchheimbolanden. (Foto: privat | Plakat: CDU | Montage: DAZ)


Am kommenden Sonntag wird nicht nur ein neues Europaparlament gewählt. In einigen Bundesländern finden gleichzeitig Kommunalwahlen statt. So auch in Rheinland-Pfalz, wo Apotheker Dr. Marc Muchow, der seit fünf Jahren Stadtbürgermeister seiner Heimatstadt Kirchheimbolanden ist, für eine zweite Amtszeit kandidiert.

Drei Apotheken und Bürgermeister? Dass das geht, hat der 49-jährige Apotheker Dr. Marc Muchow bereits in den vergangenen fünf Jahren unter Beweis gestellt. Im Jahr 2019 wurde er erstmals zum Stadtbürgermeister von Kirchheimbolanden gewählt. Die Stadt liegt in der Nordpfalz und hat rund 8.000 ein Einwohner. Muchow ist dort aufgewachsen und auch die Familienapotheke, die er vor einigen Jahren von seinem Vater übernommen hat, befindet sich dort – in Laufweite zum Rathaus übrigens. „Dann kann man auch einfach mal so vorbeikommen – ein Bürgermeister zum Anfassen sozusagen“, erklärt er. Ohnehin glaubt er, dass sein Hauptberuf Apotheker schon ein Vorteil ist. „Die Menschen kennen mich aus der Offizin. Viele sind schon zu meinem Vater gekommen. Da ist ein gewisses Vertrauen“, sagt Muchow.

Ob er bei der Kommunalwahl am 9. Juni dieses Jahres nochmals antreten möchte, ließ er allerdings lange offen. Erst Anfang Januar erklärte er, dass er gerne eine weitere Amtszeit dranhängen möchte. „Gerade in solchen Zeiten wird eine breite politische Basis gebraucht“, findet der Apotheker. Da wolle er mit gutem Beispiel vorangehen und sich (kommunal-)politisch engagieren. Auch wenn das in Zeiten knapper Kassen kein Spaziergang sei.

Eines seiner Ziele seiner ersten Amtszeit hat er auf jeden Fall erreicht: den Glasfaserausbau voranzutreiben. Hier ist man in „Kerchem“ oder „Kibo“, wie die Einheimischen sagen, weiter als anderswo – die Stadt ist bald annähernd flächendeckend versorgt. 

Auch für eine mögliche zweite Amtszeit hat er sich einiges vorgenommen. So will Marc Muchow, der selbst Vater einer kleinen Tochter ist, beispielsweise zusätzliche Angebote für Kinder schaffen. Auch ist ihm die Schaffung weiterer Gewerbeflächen wichtig – bieten sich doch mit der Großansiedlung von Eli Lilly in Alzey in unmittelbarer Nähe viele Chancen.

Rückendeckung vom Team

Klar sei allerdings auch, erklärt er gegenüber der DAZ, dass sein Engagement nur möglich ist, weil sein Team ihm uneingeschränkt Rückendeckung gibt.  „Das haben sie mir auch weiterhin zugesagt. Die brauchen mich eigentlich nicht immer“, sagt er, „die würden auch mal ohne mich laufen.“


Julia Borsch, Apothekerin, Chefredakteurin DAZ
jborsch@daz.online


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