Apobank

Rückkehr zu positivem Einlagenzins

Düsseldorf / München - 09.11.2022, 15:14 Uhr

Die Apobank will demnächst wieder positive Zinsen für Tagesgeldkonten zahlen. (Foto: cineberg / AdobeStock)

Die Apobank will demnächst wieder positive Zinsen für Tagesgeldkonten zahlen. (Foto: cineberg / AdobeStock)


Matthias Schellenberg (58) steht seit März 2022 als Nachfolger von Ulrich Sommer als Vorstandsvorsitzender an der Spitze der Deutschen Apotheker und Ärztebank (Apobank). Im Gespräch mit Fachjournalisten äußerte er sich zum künftigen Umgang mit Einlagezinsen, der verunglückten IT-Migration und dazu, was er den Kunden künftig bieten will.  

Apobank Vorstandsvorsitzender Matthias Schellenberg (Foto: Apobank)

Die Deutsche Apotheker und Ärztebank (Apobank) will demnächst wieder positive Zinsen für Tagesgeldkonten zahlen. Das sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Schellenberg im Gespräch mit Fachjournalisten. Angesichts steigender Leitzinsen hatte das Düsseldorfer Geldhaus bereits Ende Juli das Verwahrentgelt gestrichen, mit dem die Kunden wie bei vielen anderen Banken Gebühren für ihre Einlagen zahlen mussten.

Wie Schellenberg weiter ausführte, rechnet er im Gesamtjahr 2022 mit einem „befriedigenden Ergebnis“ und auf dieser Basis mit einer „auskömmlichen Dividende“. Strategisch will der seit März 2022 amtierende Vorstandschef das Geldhaus noch stärker bei akademischen Apothekern und Ärzten verankern und als Fachbank mit entsprechendem Know-how positionieren. Einige Dienstleistungen im Non-Banking-Bereich, die nicht dazu passten, kämen auf den Prüfstand und würden gegebenenfalls aufgegeben. Dazu zählten beispielsweise die Plattformaktivitäten. Die Praxis- oder Apothekenbörse und das Angebot Optiprax stünden dagegen weiterhin im Fokus.

Nach einer umfangreichen Bestandsaufnahme und Analyse der Bankaktiväten in den vergangenen Monaten sollen wesentliche Aspekte der künftigen Strategie im Dezember in einer „Agenda 2025“ zusammenfasst und vorgestellt werden.

Die Probleme in Zusammenhang mit der IT-Migration vor mehr als zwei Jahren beschäftigen die Bank nach den Worten Schellenbergs bis heute. „Die IT-Migrationsthematik war schmerzhaft“, so der Vorstandschef wörtlich. Damals war das Geldhaus vom Kernbanksystem der Fiducia GAD hin zum Schweizer Anbieter Avaloq gewechselt. In der Folge funktionierte vieles nicht korrekt. Zahllose Kunden reagierten verärgert, die Bank stand unter Druck.

Laut Schellenberg waren zum Zeitpunkt der Migration „nicht alle Prozesse auf die neue IT-Welt angepasst.“ Den Kunden sei „viel zugemutet“ worden.

IT mittlerweile stabil

Mittlerweile sei die IT stabil. Handlungsbedarf herrscht nach Schellenbergs Worten dagegen nach wie vor bei verschiedenen Prozessen: „Das wird uns noch die nächsten Jahre begleiten.“ Sein Ziel sei es, in den nächsten drei Jahren die Qualität der Prozesse und digitalen Anwendungen spürbar zu verbessern, so der Apobank-Chef. Den Kunden wolle er künftig im Umgang mit der Bank ein „Serviceerlebnis“ bieten.

Einen ausführlichen Bericht lesen Sie in der kommenden AZ 46, 2022.


Thorsten Schüller, Autor DAZ.online
redaktion@daz.online


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