GKV-Arzneimittelmarkt

Generikaanteil wächst auf 77 Prozent

Berlin - 23.03.2016, 11:46 Uhr

Mehr als drei Viertel der verordneten Arzneimittel sind Generika. (Foto: F.Schmidt / Fotolia)

Mehr als drei Viertel der verordneten Arzneimittel sind Generika. (Foto: F.Schmidt / Fotolia)


77 von 100 verordneten Tagestherapiedosen waren 2015 Generika. Damit ist die Generikaquote erneut gestiegen. An die Generikahersteller flossen dabei aber nur zehn Prozent der gesamten Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Kassen.

Mit einem Anteil von 77 Prozent übernehmen Generikaunternehmen einen beständig wachsenden Anteil an der Arzneimittelversorgung der Patienten in Deutschland. Seit 2005 hat sich der Anteil der Generikaverordnungen – gemessen in Tagestherapiedosen (DDD) – bereits verdoppelt. Diese Zahl vermeldet der Branchenverband Pro Generika

Für die gesetzlichen Kassen sind Generika eine große finanzielle Entlastung. Zieht man auch noch die Rabatte aus Rabattverträgen ab, zahlt die GKV nach Berechnungen des IGES-Instituts für 77 Prozent der Arzneimittelversorgung  2,14 Milliarden Euro an die Generikahersteller (Nettoumsatz Hersteller). Pro Generika weist darauf hin, dass dies lediglich rund 10 Prozent der Arzneimittelausgaben der GKV seien. Nicht eingerechnet sind hier die Ausgaben, die an Apotheken und Großhandel fließen, auch nicht die Mehrwertsteuer.

Die Tagestherapiekosten für ein Generikum liegen damit nach Abzug aller Rabatte bei nur 7 Cent, so Pro Generika. Für den Verband eine Folge des beständigen Kostendrucks, der nicht ohne Konsequenzen bleibe. So gebe es immer häufiger Lieferengpässe – insbesondere bei Rabattverträgen im Ein-Partner-Modell.


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Umsätze der Generikahersteller werden halbiert

Über 27.000 Rabattverträge

Eppendorfer Dialog: Zehn Jahre Rabattverträge

Bei Rabattverträgen auf Nebenwirkungen achten

Verzicht auf Bestandsmarktaufruf

Generikaunternehmen haben das Nachsehen

Steuerung im Arzneimittelmarkt – wo führt sie hin?

„Die Liste muss knapp bleiben“

Pro Generika warnt: Zu niedrige Erlöse führen zu Lieferengpässen

Riskanter Preisdruck

Rabattverträge im Januar 2010

Mehr Verträge, weniger abgegebene Packungen

0 Kommentare

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.