Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

28.11.2021, 07:30 Uhr

I had a dream: Apotheken, die gegen Covid-19 impfen und helfen, die Welle zu brechen. (Foto: Alex Schelbert)

I had a dream: Apotheken, die gegen Covid-19 impfen und helfen, die Welle zu brechen. (Foto: Alex Schelbert)


23. November 2021

Der Apothekerberuf ist ein „Engpassberuf", sagt die Bundesagentur für Arbeit. Warum ist das so? Viele ältere Pharmazeutinnen und Pharmazeuten scheiden aus dem Berufsleben aus (demografische Entwicklung) und zu wenige Jung-Approbierte rücken nach. Der Nachwuchs geht zudem nicht selten lieber in die Industrie oder in Krankenhausapotheken, die Offizin-Apotheken suchen händeringend Approbierte. Und diese Situation wird sich verschärfen, denn die Vor-Ort-Apotheken brauchen mehr Approbierte, nicht zuletzt, wenn sie die kommenden pharmazeutischen Dienstleistungen anbieten wollen. Der Bundesverband der Pharmaziestudierenden (BPhD) macht sich zu dieser Entwicklung so seine Gedanken. In einem Positionspapier stellt er seine Forderungen an die Politik, die dem Nachwuchsmangel entgegenwirken sollen. So sollte das Berufsbild erneuert werden, vor allem mehr in Richtung klinische Pharmazie, auch für die Offizinapotheke. Dann sollten Studienplätze (es fehlen Laborplätze!) ausgebaut und auch in neue Pharmazie-Standorte investiert werden (z. B. Cottbus, Oldenburg und Bielefeld). Aber mehr Studienplätze allein werden nicht ausreichen, wenn in Zukunft der pharmazeutische Nachwuchs fehlt: Es muss attraktiv sein, Pharmazie zu studieren und den Beruf der Apothekerin, des Apothekers zu ergreifen, um in die Offizin zu gehen. Daher sollte auch ein Konzept zur Nachwuchsförderung erarbeitet und umgesetzt werden. Der BPhD fordert, dass die Bundesapothekerkammer (BAK) noch 2022 damit beginnt, das Vorhaben umzusetzen. Mein liebes Tagebuch, den Vorschlägen der Pharmaziestudierenden kann man nur zustimmen. Wenn unser Berufsbild auch in Zukunft eine führende Rolle im Gesundheitswesen spielen soll (und das ist unabdingbar), dann muss jetzt etwas geschehen, dass die Apothekerinnen und Apotheker dafür ausgebildet werden und zur Verfügung stehen. Für die BAK, für die ABDA sollte dieses Thema auf der Prioritätenliste ganz ganz oben stehen.



Peter Ditzel (diz), Apotheker
Herausgeber DAZ / AZ

redaktion@deutsche-apotheker-zeitung.de


Diesen Artikel teilen:


Das könnte Sie auch interessieren

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

Die letzte Woche

Mein liebes Tagebuch

4 Kommentare

Helfen?

von Ulrich Ströh am 28.11.2021 um 9:03 Uhr

-Fast 3000 Apotheker*Innen haben die Impfschulung erfolgreich und stehen bereit .…
-In Schleswig-Holstein bringt derzeit ein pharmazeutischer Großhändler zusammen mit 20 Apotheken ein Modellprojekt
zur Grippeimpfung auf die Straße …

Und in Deutschland steigen täglich ungebremst die Inzidenzzahlen.

Zeit zum schnellen Umdenken beim Impfen in der Apotheke?

Wie würden wir als Apotheken öffentlich wahrgenommen,
wenn wir beim Impfen jetzt tatkräftig helfen würden?

» Auf diesen Kommentar antworten | 2 Antworten

AW: Helfen

von Hermann Eiken am 28.11.2021 um 12:57 Uhr

Sie haben recht, Herr Ströh! Sind Apotheker und Apothekerinnen Heilberufler? Dann müssen sie gerade jetzt ihre Aufgabe in der Prävention erfüllen und mit impfen! Die Politik muss umgehend den Weg frei machen, auch gegen den Widerstand der Ärztevertreter. Deren Alleinvertretungsanspruch ist anmaßend und nur von eigenem unangebrachten Geltungsbedürfnis geprägt. Es ist offensichtlich, es geht nur um Macht und Geld.

AW: Helfen

von Reinhard Rodiger am 28.11.2021 um 20:19 Uhr

Wir haben in der Tat die Chance,als Nothelfer einen öffentlichkeitswirksamen Job zu machen.
Es ist offensichtlich unklug,das nicht zu nutzen.
Nur ist es gleichzeitig evident,dass über solche wirtschaftlich unübersichtlichen Projekte gerne die
Grundlage aus dem Fokus gerät.Die „neuen Chancen“ gründen auf Abbau der Basis.
Jedenfalls in der Fläche.Geht es nicht eigentlich um eine angemessene Balance zwischen Alltag und Zusatzaufgaben? Fokussierung auf exklusive Nothilfeoptionen darf nicht zur politisch gewünschten
Vernachlässigung der Grundlage führen.Und genau das deute sich an.

.

von Anita Peter am 28.11.2021 um 8:21 Uhr

Also wir fassen zusammen: Das erezept verschlingt Unmengen an Geld, stiftet nichts als Chaos und am Ende erhält der Patient statt eines rosa Zettels einen weissen Zettel mit QR Code.

Wenn es denn wenigstens in ein neues Euphemismus Gesetz gegossen worden wäre: Das "Gute Versender Gesetz". Denn nur deswegen kommt das erezept. Spahn kann jetzt in Ruhe sein gewünschtes Kind adpotieren, denn politisch kann man nur sagen : Mission completed!

» Auf diesen Kommentar antworten | 0 Antworten

Das Kommentieren ist aktuell nicht möglich.