Zahlen 2020

Stada: Corona konnte Wachstum nicht bremsen

Dillingen/Stuttgart - 11.03.2021, 15:30 Uhr

Peter Goldschmidt, CEO bei Stada, freut sich über einen starken Wachstumskurs trotz der Corona-Pandemie und verbucht für Stada einen zweistelligen Anstieg beim Umsatz. (Foto: Stada)

Peter Goldschmidt, CEO bei Stada, freut sich über einen starken Wachstumskurs trotz der Corona-Pandemie und verbucht für Stada einen zweistelligen Anstieg beim Umsatz. (Foto: Stada)


Das Generika-Unternehmen Stada mit Sitz in Bad Vilbel, konnte seinen Wachstumskurs trotz der Corona-Pandemie fortsetzen. Im vergangenen Jahr stieg der Umsatz währungsbereinigt um 18 Prozent auf mehr als drei Milliarden Euro, teilte Stada am heutigen Donnerstag mit. Aus eigener Kraft habe man den Umsatz um 6 Prozent steigern können.

Wie der Stada-Konzern mitteilte, konnte die Pandemie den Wachstumskurs nicht bremsen. Trotz Corona sei der EBITDA-bereinigte Umsatz im Jahr 2020 um 18 Prozent auf drei Milliarden gesteigert worden.

In der Pressemitteilung des Unternehmens heißt es, Synergien aus Akquisitionen sowie kontinuierliche Maßnahmen zur Effizienzsteigerung in Bereichen wie Supply Chain, Beschaffung sowie Marketing und Vertrieb hätten dazu beigetragen, dass das um Sonder- und Währungseffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 15 Prozent auf 713 Millionen Euro gestiegen ist. Investitionen in die Supply Chain hätten Stada nachhaltig gestärkt und zu einem Rekord der Produktionsleistung sowie einer hohen Lieferfähigkeit beigetragen. „Darüber hinaus gab es im Jahr 2020 keinerlei Mängel bei behördlichen Inspektionen von Produktionsanlagen.“

„Stärker als der Markt gewachsen“

„Dank des außergewöhnlichen Engagements und dem Unternehmergeist unserer vielseitigen globalen Belegschaft sind wir stärker als der Markt im Hinblick auf Umsatz und Gewinn gewachsen", erklärte Peter Goldschmidt, CEO bei Stada. „Dies zeigt auch den Erfolg unserer Strategie, Stada als Go-To-Partner für Consumer Healthcare, Spezialpharmazeutika und Generika zu positionieren.“

Stada habe insgesamt sieben Akquisitionen getätigt. Dazu gehörten die Übernahme von Vitaminpräparaten, Mineralien und Nahrungsergänzungsmitteln von Walmark in Mittel- und Osteuropa, der Kauf eines Portfolios von GSK und der Markenprodukte von Takeda in Russland und CIS. Zusätzlich habe Stada im Jahr 2020 mehr als 80 Einlizenzierungen abgeschlossen, hieß es weiter.

Ausbau der Präsenz in asiatischen Märkten

Nach eigenen Angaben wurde das Unternehmen im Laufe des Jahres 2020 zur Nummer vier im europäischen Generika-Markt und kletterte von Platz neun auf fünf im europäischen Markt für Consumer Healthcare. Außerhalb Europas habe Stada zudem die Präsenz in ausgewählten asiatischen Märkten wie China, den Philippinen und Vietnam sowie im Nahen Osten und Nordafrika weiter ausbauen können.

Die Markenprodukte in den Bereichen Consumer Healthcare und Spezialpharmazeutika machen inzwischen rund die Hälfte des Stada-Konzernumsatzes aus, der im Geschäftsjahr 2020 bei 3,01 Milliarden Euro lag, informierte Stada weiter. Diese Produkte hätten über viele Jahre hinweg das Potenzial für nachhaltige und wachsende Margen.

Das Generika-Segment von Stada verzeichne außerdem Umsatzwachstum in Belgien, Frankreich, Deutschland und der Schweiz. Das um Währungseffekte bereinigte Wachstum von Generika in Russland/CIS sei um 12 Prozent stark.

Weltweit 1.675 neue Stellen geschaffen

Stadas Portfolio umfasse unter anderem Medikamente in den Indikationsgebieten Krebs, Zentrales Nervensystem und Herz-Kreislauf sowie Nahrungsergänzungsmittel. Mit der Schaffung zahlreicher neuer Stellen in den Bereichen Spezialpharmazeutika und Consumer Healthcare verstärke der Konzern die vielseitige globale Belegschaft von mehr als 12.300 Mitarbeiter:innen, hieß es. Stada habe zudem 1.675 zusätzliche Vollzeitstellen innerhalb des Konzerns schaffen könne, so das Unternehmen. 

Mit einer konsequenten Wachstumsstrategie, die auf einem klar formulierten Ziel der definierten Vision und den vier gemeinsamen Werten basiere, erwartet das Unternehmen eine Fortsetzung des Erfolgskurses im Jahr 2021, erklärte Goldschmidt.

Als Gründe für diesen optimistischen Ausblick nannte Goldschmidt die gut gefüllte Generika-Pipeline sowie den Ausbau von Biosimilar-Partnerschaften und Neueinführungen wie das neuartige, patentgeschützte Präparat zur Behandlung von Parkinson im fortgeschrittenen Stadium. Markenprodukte im Bereich Consumer Healthcare wie beispielsweise Zoflora würden zudem zunehmend an Bedeutung in zahlreichen Ländern gewinnen, während in den USA die Einführung von Nahrungsergänzungsmitteln der Marken Bio360 und Nuvia begonnen hätten.

Stada prüfe außerdem auch im Geschäftsjahr 2021 mögliche Akquisitionen, Einlizenzierungen sowie Business Development Optionen und sei zuversichtlich, weiteres organisches und anorganisches Wachstum zu erzielen.



Robert Hoffmann, Redakteur DAZ.online
redaktion@daz.online


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