Vorläufige Datenanalyse aus Schottland

94 Prozent weniger Klinikaufenthalte nach erster AstraZeneca-Impfdosis

EDINBURGH - 22.02.2021, 16:30 Uhr

In Schottland starteten die COVID-19-Impfungen bereits am 8. Dezember. Nun hat man Daten zur Hospitalisierung ausgewertet. (Foto: IMAGO / i Images)

In Schottland starteten die COVID-19-Impfungen bereits am 8. Dezember. Nun hat man Daten zur Hospitalisierung ausgewertet. (Foto: IMAGO / i Images)


Schon die erste der zwei Impfungen mit der AstraZeneca-Vakzine kann einer vorläufigen Datenauswertung zufolge das Risiko eines Klinikaufenthalts wegen COVID-19 wohl um bis zu 94 Prozent reduzieren. Das geht aus einer Analyse mehrerer schottischer Universitäten und der Gesundheitsbehörde Public Health Schottland hervor, die am heutigen Montag veröffentlicht wurde.

Während der COVID-19-Impfstoff von AstraZeneca hierzulande keinen leichten Einstand hatte, kommen jetzt ermutigende Zahlen aus Schottland. Die Gesundheitsbehörde Public Health und die Universitäten von Edinburgh, Strathclyde, Aberdeen, Glasgow und St. Andrews haben heute eine Datenanalyse zur Hospitalisierung veröffentlicht.

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Verglichen wurde, wie viel Prozent weniger Klinikeinweisungen es bei erstmals Geimpften gegenüber noch nicht geimpften Menschen gab – und zwar vier Wochen nach der ersten Dosis. Die Studie zeigt: Die Impfstoffe von Biontech/Pfizer und AstraZeneca konnten das Risiko einer Krankenhauseinweisung wegen COVID-19 um bis zu 85 Prozet beziehungsweise 94 Prozent senken. Unter den besonders gefährdeten über 80-Jährigen verringerte sich das Hospitalisierungsrisiko um 81 Prozent (beide Impfstoffe zusammen betrachtet).

Für die noch nicht in einem Fachmagazin erschienene Untersuchung griffen die Wissenschaftler:innen auf die Daten von 5,4 Millionen Menschen zurück, fast der gesamten schottischen Bevölkerung. Berücksichtigt wurde der Zeitraum vom 8. Dezember bis 15. Februar – also seit dem Impfstart im Vereinigten Königreich. In dieser Zeit wurden in Schottland 1,14 Millionen Impfdosen verabreicht. Mehr als jeder Fünfte in dem britischen Landesteil wurde geimpft.

„Diese Ergebnisse haben einen substanziellen Effekt bei der Reduzierung des Risikos von Krankenhauseinweisungen durch eine einzelne Impfdosis quer durch die schottische Bevölkerung gezeigt“, erklärt Jim McMenamin, der Leiter der für Corona zuständigen Abteilung bei Public Health Scotland, in einer Pressemitteilung.

In Großbritannien wird eine Impfstrategie verfolgt, bei der so viele Menschen wie möglich eine erste Impfung erhalten sollen. Die zweite Dosis wird erst nach bis zu zwölf Wochen verabreicht. Insgesamt wurden im Vereinigten Königreich bereits rund 17,5 Millionen Menschen mit einer ersten Dosis geimpft.


dpa-AFX / ks
redaktion@daz.online


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