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Antibiotika-assoziierte Diarrhoe lindern

Mit S. boulardii der ursächlichen Dysbiose entgegenwirken

24.11.2022, 01:57 Uhr


Eine Diarrhoe als Folge einer Antibiose ist auf die Antibiotika-bedingte Dysbiose des Darmmikrobioms zurückzuführen – S. boulardii kann das Mikrobiom stabilisieren und so die AAD lindern.

Akuter Durchfall kann nicht nur durch Infektionen des Magen-Darm-Traktes hervorgerufen werden, sondern auch durch notwendige antibiotische Behandlungen anderer bakterieller Infektionen. Die Wirkung systemischer Antibiotika erstreckt sich immer auch auf den Darm und kann daher das intestinale Mikrobiom beeinflussen. Dabei kann die Masse der Darmbakterien drastisch abnehmen.1 Auch die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms kann nach einer Antibiose deutlich vom ursprünglichen Profil abweichen.1 Dadurch kann es zu einer langanhaltenden Dysbiose kommen.1,2

Dysbiose als Ursache für Antibiotika-assoziierte Diarrhoe

Einhergehend mit der Veränderung von Masse und Diversität des intestinalen Mikrobioms verringert sich auch der Anteil an Kohlenhydrat-fermentierenden Bakterien. Ihre Metabolite - die kurzkettigen Fettsäuren (Short Chain Fatty Acids - SCFA) wie Acetat, Propionat und Butyrat - sind maßgeblich an der Osmoregulation des Darms beteiligt3: Als Nährstoffquelle für die Zellen des Darmepithels werden sie von diesen gemeinsam mit Natrium aufgenommen. Der dadurch entstehende osmotische Gradient entzieht dem Darmlumen Wasser.  

Mit einem geringeren Anteil an Kohlenhydrat-fermentierenden Bakterien verringert sich auch die Konzentration der SCFA im Darm. In Folge steigt der Anteil der unverdauten Kohlenhydrate im Darmlumen. Beides trägt dazu bei, das osmotische Gleichgewicht zu verschieben. Es verbleibt mehr Wasser im Darm, sodass eine Diarrhoe entstehen kann. 

S. boulardii kann intestinales Mikrobiom stabilisieren

Die Arzneihefe S. boulardii weist pro- und präbiotische Eigenschaften auf, die sich günstig auf das Darmmikrobiom und seine Metabolite auswirken. Die Zellwandbestandteile Glucane, Mannoproteine und Chitin fungieren als Nährstoffquelle für verschiedenen Darmbakterien. Auch Kohlenhydrat-fermentierende Bakterien können diese Zellwandbestandteile verstoffwechseln, sodass ihr Wachstum angeregt wird und wieder vermehrt SCFA gebildet werden. Durch die Anwesenheit von S. boulardii kann der Anteil an SCFA wieder auf ein physiologisches Niveau steigen3 und die Diarrhoe wird gelindert. 

Insgesamt kann S. boulardii dazu beitragen sowohl Gesamtmasse als auch Diversität der Darmbakterien zu stabilisieren, wie eine Studie zeigte:1 Im Gegensatz zur alleinigen Antibiotika-Therapie nahm bei einer begleitenden Einnahme von S. boulardii die Gesamtmasse deutlich weniger ab – auch in der Zusammensetzung des ursprünglichen Mikrobiom-Profils kam es zu deutlich weniger Veränderungen . Die Einnahme von S. boulardii im Anschluss an die Antibiose konnte die Regeneration des intestinalen Mikrobiom beschleunigen.

Die Einnahme kann unkompliziert parallel zum Antibiotikum erfolgen, da S. boulardii – enthalten in Perenterol® - als Hefe unempfindlich gegen Antibiotika ist. Die Dosierempfehlung z.B. von Perenterol® forte liegt bei Erwachsenen bei 1-2 Kapseln täglich zur Behandlung akuter Durchfälle.

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Quellen
1 Swidsinski A, et al. Functional anatomy of the colonic bioreactor: Impact of antibiotics and Saccharomyces boulardii on bacterial composition in human fecal cylinders. Syst Appl Microbiol. 2016;39(1):67-75. 
2 Palleja, A., Mikkelsen, K.H., Forslund, S.K. et al. Recovery of gut microbiota of healthy adults following antibiotic exposure. Nat Microbiol 3, 1255–1265 (2018). https://doi.org/10.1038/s41564-018-0257-9 ;
3 Breves G, Faul K, Schroder B, Holst H, Caspary WF, Stein J. Application of the colon-simulation technique for studying the effects of Saccharomyces boulardii on basic parameters of porcine cecal microbial metabolism disturbed by clindamycin. Digestion. 2000;61(3):193-200. 

Pflichttexte
Perenterol® forte 250 mg Kapseln. Wirkstoff: Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926 (Synonym: Saccharomyces boulardii). Zus.: 1 Hartkapsel enth.: 250 mg Trockenhefe aus Saccharomyces cerevisiae HANSEN CBS 5926, min. 1,8x1010 lebensfäh. Zellen/g Lyophilisat. Sonst. Bestandt.: Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat (Ph.Eur.), Gelatine, Natriumdodecylsulfat, Farbstoff: Titandioxid (E171). Anwend.: Zur Behandlung der Beschwerden bei akuten Durchfallerkrankungen. Zur Vorbeugung und Behandlung der Beschwerden von Reisedurchfällen sowie Durchfällen unter Sondenernährung. Zur begleitenden Behandlung (als Adjuvans) bei länger bestehenden Formen der Akne. Gegenanz.: Bek. Überempfindl. gg. Inhaltsst., Hefeallergie, insb. gg. Saccharomyces boulardii; Pat. m. ZVK; schwerkranke od. immunsuppr. Patienten aufgr. d. Fungämierisikos. Säuglinge und Kleinkinder unter 2 J. sind in jedem Fall v. einer Selbstmedikation auszuschließen u. nur nach Rückspr. mit d. Arzt zu behandeln. Schwangerschaft u. Stillzeit: Keine Anwendung. Nebenw.: Sehr selten: Fungämie b. Pat. mit ZVK u. b. schwerkrank. od. immunsuppr. Pat. Häufigkeit nicht bekannt: Überempfindl. reakt. in Form v. Juckreiz, Urtikaria, lokal. od. generalisier. Exanthem, Quincke-Ödem, Atemnot u. anaphylaktischem Schock, Sepsis, Blähungen, Verstopfung. Weit. Angaben s. Gebrauchs u. Fachinformation. Stand: Januar 2021. MEDICE Arzneimittel, Iserlohn. www.perenterol.de

 

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