Gesundheitspolitik

Apotheken stehen bereit

Aufklären und Impfen auch ohne gesetzliche Impfpflicht

ks | Schlägt nach dem Scheitern der gesetzlichen Impfpflicht die Stunde der Apotheken? Unmittelbar nach der Abstimmung im Bundestag erklärte der Vorsitzende des Apothekerverbands Nordrhein (AVNR), Thomas Preis, gegenüber der Presse, die Apotheken seien bereit, Aufklärungs- und Überzeugungs­arbeit zu leisten. Die ABDA-Präsidentin betonte, es gehe nun darum, gemeinsam die Impfquote zu erhöhen.

Preis erklärte, die Apotheken wollten nun ihre Impf- und Beratungsangebote verstärken: „Wir sehen große Chancen, noch mehr Bür­gerinnen und Bürger von einer Impfung zu überzeugen“, sagte er u. a. der „Rheinischen Post“. Von den bundesweit mehr als 60.000 Corona-Impfungen in den Apotheken seien auch sehr viele Erstimpfungen. Gegenüber der AZ bekräftigte Preis, dass die Menschen in den Apotheken nun intensiv angesprochen werden sollen. In Nordrhein ist man bei den COVID-19-Impfungen besonders weit vorn: 30 Prozent der in Apotheken durchgeführten Impfungen fanden in der Region an Rhein und Ruhr statt. Preis ist auch überzeugt, dass die niederschwellige Erreichbarkeit der Apotheken für Beratungen prädestiniert sei. „Wir müssen gut vorbereitet in den nächsten Winter gehen“, betonte der AVNR-Chef.

Overwiening: Jede Impfung zählt

ABDA-Präsidentin Gabriele Overwiening erklärte auf Nachfrage der AZ: „Gerade weil es nun keine Impfpflicht gibt, müssen wir alle gemeinsam umso kraftvoller für das Ende der Pandemie kämpfen und uns für den nächsten Herbst vorbereiten. Die Apotheken leisten dazu ihren Beitrag. Tausende Apothekerinnen und Apotheker haben sich für Impfungen fortgebildet, viele Apotheken bieten diese Leistung an. Jede Impfung zählt – egal, ob sie im Impfzentrum, in der Arztpraxis oder in der Apotheke stattfindet. Wir müssen zusehen, die Impfquote im Laufe des Jahres gemeinsam noch weiter zu erhöhen.“ |

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